Berlusconis Anwälte drängen auf Freispruch

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Der Mediaset-Prozess gegen Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi wegen Steuerbetrugs ist in Rom in die Endphase getreten. Am zweiten Verhandlungstag kamen die beiden Starrechtsanwälte Berlusconis, Nicolo Ghedini und Fausto Coppi zu Wort und drängten auf einen vollen Freispruch ihres Mandanten.

Ghedini betonte, dass der TV-Unternehmer nicht für Steuerfragen in seiner Mediengesellschaft zuständig war, deren Führung er schon seit Jahren seinen Kindern überlassen hatte. Daher sei es unsinnig, ihn zu verdächtigen, überhöhte Zahlungen für Filmrechte in die Mediaset-Bilanzen eingetragen zu haben, um im Ausland Schwarzgelder auf geheimen Bankkonten anzuhäufen, wie die Staatsanwälte behaupten.

„Rechnen mit vollem Freispruch“

Ghedini bemängelte, dass ihm und seinen Kollegen kaum die Möglichkeit gegeben worden sei, Berlusconi zu verteidigen. „Berlusconi hat sich in keiner Weise des Steuerbetrugs schuldig gemacht, wir rechnen mit einem vollen Freispruch“, sagte Coppi. Mit einer Urteilsverkündung sei morgen zu rechnen. Berlusconi werde vor Gericht nicht erscheinen.

Staatsanwalt Antonio Mura hatte Berlusconi als „Schöpfer des Betrugsmechanismus“ bezeichnet, der sein Firmenimperium auch nach seinem Amtsantritt als Regierungschef weiter kontrolliert habe. Er forderte die Bestätigung der Haftstrafe, aber eine Herabsetzung des Amtsverbotes von fünf auf drei Jahre. In dem Prozess geht es um künstlich in die Höhe getriebene Preise für Filmübertragungsrechte und um Schwarzgeldkonten im Ausland.