„Auf die Signale des Körpers hören“
Das kommende Wochenende bereitet heimischen Rettungsorganisationen schon jetzt Sorgen. Denn mit den prognostizierten hohen Temperaturen steigt auch die Wahrscheinlichkeit für einen deutlichen Anstieg an Einsätzen. Die Einsatzkräfte geben deshalb Tipps, wie man den gesundheitlichen Gefahren der Hitze begegnet.
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Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASBÖ) appellierte am Mittwoch an die Österreicher, sich nicht zu überanstrengen und ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Die Gefahr eines Kreislaufkollapses sei bei 38 Grad und - möglicherweise stellenweise noch höheren Temperaturen - viel höher als sonst. Der ASBÖ rechnet jedenfalls mit erhöhten Einsatzzahlen und hat aus diesem Grund zusätzliche Einsatzfahrzeuge bereitgestellt.
Vom Flüssigkeitsmangel bis zum Kollaps
„Bei solchen Temperaturen kommt es häufiger zu Fällen von Kreislaufkollaps, insbesondere bei älteren Menschen. Etwa ein Drittel unserer Patienten sind aber junge Menschen, die ihre Leistungsfähigkeit bei dieser Hitze überschätzen und zu wenig trinken“, sagte Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller. Für die Hitzewelle typische Phänomene seien Flüssigkeitsmangel, Hitzestau, Hitzschlag und Kreislaufkollaps.
„Durch das Schwitzen verliert der Körper viel Flüssigkeit, aber auch Elektrolyte; deswegen sollte man bei Hitze viel trinken, am besten Mineralwasser“, rät Hundsmüller. Von alkohol- und koffeinhaltigen Getränke sei dringend abzuraten, weil sie den Körper noch weiter dehydrieren. Nach Möglichkeit solle man sich tagsüber im Schatten oder in abgedunkelten Räumen aufhalten. Sport und körperliche Anstrengung seien bei derart hohen Temperaturen zu vermeiden.
Nichts und niemanden im Auto zurücklassen
Auch Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), hat Tipps parat: In der Sonne sollte stets eine Kopfbedeckung getragen werden – das gilt insbesondere für Kinder. Weite, luftige und helle Kleidung, Aufenthalt im Schatten und leichtes Essen machen die Hitze leichter erträglich. Besonders zu beachten sei, dass Kinder und auch Tiere nie in einem Fahrzeug allein zurückgelassen werden dürften.
„Wichtig ist es weiters, auf die Signale des Körpers zu hören – wenn der Mund trocken wird, ein Gefühl von Schlappheit einsetzt, Kopfschmerzen, Schwindel oder Krämpfe in Armen oder Beinen auftreten, sollte man in den Schatten gehen, sich hinlegen, die Beine hoch lagern und Wasser trinken“, so Schreiber. Sollte sich der Zustand dann immer noch nicht bessern, sei auf jeden Fall die Notrufnummer 144 zu wählen.
„Kältelöcher“ als Fluchtmöglichkeit
Wer die Möglichkeit dazu hat, kann auch in einem der wenigen verbliebenen „Kältelöcher“ in Österreich Zuflucht nehmen, etwa in Obergurgl im Tiroler Ötztal. Dort hatte es am Mittwoch vor Sonnenaufgang - während die Temperatur in Wien schon bei über 20 Grad lag - acht Grad. Damit war Obergurgl der kälteste bewohnte Ort Österreichs. Auch Niederösterreich und die Steiermark können jedoch mit kühlen Orten aufwarten - mehr dazu in oesterreich.ORF.at.
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