Spam verursacht jährlich Milliardenschäden

Weltweit verursacht Internetkriminalität jährlich einen geschätzten Schaden von 750 Milliarden Euro, in Österreich immerhin mehr als sechs Millionen im Jahr. Weiterhin gut im Rennen sind dabei unnütze und unerwünschte Mails - die Spams, die mit Produktfälschungen oder lukrativen Geschäften locken.

Spammer werden professioneller

Das Aufkommen habe sich zwar durch das Abschalten von Botnetzen und Blacklistings reduziert, dafür agieren die Spammer immer professioneller. „Infrastruktur, Rechenleistung und Webspace werden inzwischen kurzerhand zugekauft, anstatt sie selbst zu betreiben“, erläuterte Robert Schischka, Leiter des Computer Emergency Response Teams (CERT), bei einer Pressekonferenz gestern in Wien.

"Wir haben es beim gesamten weltweit versendeten E-Mail-Aufkommen mit rund 90 Prozent Spam zu tun. Der wirtschaftliche Schaden durch Spam wird weltweit mit mindestens 50 Milliarden US-Dollar (rund 38 Mrd. Euro) beziffert, laut Studien haben Unternehmen zudem einen geschätzten Aufwand durch Kosten für verlorene Produktivität, oder technische Kosten von bis zu 2.000 US-Dollar (rund 1.500 Euro) pro Mitarbeiter im Jahr zu beklagen.

Eine Mrd. Internetadressen untersucht

Und wenn es um Internetkriminalität geht, sind alle Menschen gleich: „Cyberkriminelle sehen jeden Menschen als ein potenziell gewinnbringendes Opfer an“, beschrieb Schischka die Ausgangslage für die Internettäter. In einer Studie unter Federführung der University of California in San Diego wurde das weltweite Spam-Ökosystem unter die Lupe genommen, mehrere Monate lang wurden dafür rund eine Milliarde Internetadressen analysiert.