„Gefährdung des Luftverkehrs“
Ein pakistanisches Passagierflugzeug ist am Freitag von einem britischen Kampfjet nach London eskortiert worden. Nach der außerplanmäßigen Landung der Maschine auf dem Londoner Flughafen Stansted wurden nach Polizeiangaben zwei Passagiere an Bord festgenommen.
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Den festgenommenen Passagieren werde Gefährdung des Luftverkehrs vorgeworfen, teilte die Polizei mit. Das Flugzeug sei zuvor auf dem Flughafen London Stansted gelandet und auf dem Rollfeld isoliert worden. Nach Angaben des Flughafens wurde niemand verletzt.
Der Zwischenfall ereignete sich nur wenige Tage nach der terroristisch motivierten Ermordung eines britischen Soldaten in London. Seither ist die Alarmbereitschaft erhöht.
Vermutlich kein terroristischer Hintergrund
Ein Sprecher der Pakistan International Airlines (PIA), Mashood Taywar, sagte, dass die Fluglinie den Piloten trotz mehrfacher Versuche nicht kontaktieren konnte. Nach seinen Angaben befanden sich 297 Passagiere und elf Crew-Mitglieder an Bord.
Der Vorfall soll nach ersten Erkenntnissen keinen terroristischen Hintergrund haben. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Behördenkreise. Das Flugzeug war auf dem Weg von Lahore nach Manchester. Kurz vor der planmäßigen Landung um 14.00 Uhr Ortszeit änderte die Maschine den Kurs.
Augenzeugen: Streit mit Crewmitgliedern
Nach Aussagen von Passagieren war das auf einen Streit von Reisenden mit der Crew zurückzuführen. „Zwei Passagiere hatten Streit mit der Besatzung, was dem Piloten gemeldet wurde“, sagte Noman Rizvi, der am Freitag ebenfalls in der Maschine der Fluglinie PIA reiste, dem privaten Sender Geo TV. „Der Pilot alarmierte die Flugleitung in Manchester über den Vorfall, und das Flugzeug wurde umgeleitet.“
Ein Kampfjet der britischen Air Force stieg auf und eskortierte die Maschine nach Stansted, wie das Verteidigungsministerium in London mitteilte. Zuvor hatte nach Angaben eines Ministeriumssprechers der Pilot ein entsprechendes Signal gesendet. „Wenn ein Jet aufsteigt, sind die Details oft nicht bekannt. Was bekannt ist, ist, dass ein Signal gesendet wurde.“
„Polizei am Zug“
Sicherheitskräfte seien weiter im Einsatz, erklärte die Polizei von Essex, wo sich der Flughafen befindet. Das britische Verteidigungsministerium teilte mit, der Kampfjet vom Typ Typhoon sei im Zusammenhang mit einem Vorfall an Bord der Linienmaschine unter Alarmbedingungen vom Militärstützpunkt Coningsby der britischen Royal Air Force gestartet. Nach der Landung in Stansted sei die Beteiligung der Armee beendet. Das Flugzeug wurde evakuiert. Nun sei die Polizei am Zug.
Der Flughafen im Norden von London gilt in Großbritannien als am besten für den Umgang mit Flugzeugentführungen gerüstet. Nach Informationen der Agentur PA war dasselbe Flugzeug auf derselben Strecke bereits am 7. September 2011 wegen eines Bombenalarms an Bord nach Stansted umgeleitet worden.
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