Fekter lässt Unterlagen durchforsten
Österreich ist nun auch offiziell an der Auswertung der durch das Projekt „Offshore-Leaks“ gesammelten Daten von Steuersündern interessiert, die ihr Geld in ausländischen Steuerparadiesen verstecken. Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) habe dazu eine „SoKo Offshore-Leaks“ gegründet, bestätigte ein Ministeriumssprecher.
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Ziel sei es, in Kooperation mit internationalen Steuerbehörden die Daten zu verstehen, zu bekommen und schließlich die Steuersünder auch zu verfolgen, hieß es am Mittwoch aus dem Ministerium auf APA-Anfrage.
US-Steuerbehörde gibt Daten weiter
Die US-Steuerbehörde IRS habe begonnen, die Daten, die mit jenen des Projekts „Offshore-Leaks“ des International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) übereinstimmen dürften, weiterzugeben, so der Sprecher. Für Europa sei dafür Großbritannien zuständig, für Asien erfolge die Weitergabe über Australien. Großbritannien habe die europäischen Länder eingeladen, dabei mitzuhelfen, die Daten zu verstehen bzw. zu bearbeiten. Auch Österreich habe eine Einladung bekommen.
Das Kernteam der „SoKo Offshore-Leaks“ besteht laut dem Magazin „News“ aus sechs IT- und Offshore-Experten der Steuerfahndung und der Großbetriebsprüfung. Leiter ist Eduard Müller. „News“ ist seit kurzem exklusiver österreichischer Medienpartner von ICIJ.
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