Berichte über Massaker im Großraum Damaskus
Bei einer Offensive der syrischen Regierungstruppen sind im Umland von Damaskus nach Angaben der Opposition Dutzende Menschen getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London gestern mitteilte, kamen in der Region um die Ortschaft Dschdaidat al-Fadl während der Militäraktion in den vergangenen fünf Tagen mindestens 80 Menschen ums Leben.
Andere Aktivisten meldeten den Angaben nach rund 250 Tote. Einige der Opfer seien hingerichtet worden. Für diese Zahl gab es vonseiten der Menschenrechtsbeobachter zunächst keinen Beleg.
Sturm nach mehrtägiger Belagerung
Die Truppen von Baschar al-Assad hätten den Ort nach einer mehrtägigen Belagerung gestürmt, erklärten die Menschenrechtsbeobachter. Meldungen aus Syrien sind wegen der Medienblockade des Regimes von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.
Mehr Hilfe für Opposition
Die USA brachten unterdessen 25.000 Tonnen Weizen für die syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge in die Region. Die Schiffsladung sei im Libanon und in der Türkei eingetroffen, teilte das UNO-Welternährungsprogramm (WFP) mit. Die Menge reiche aus, um eine Million Menschen vier Monate lang zu versorgen.
Geldmittel aufgestockt
Nach einer klaren Absage an den Terrorismus bekommt die gemäßigte syrische Opposition auch mehr Geld für den Widerstand gegen Assad. US-Außenminister John Kerry kündigte nach einem Treffen der wichtigsten Länder der Syrien-Freundesgruppe mit den Rebellen in Istanbul eine Verdoppelung der amerikanischen Hilfen auf 250 Mio. Dollar (rund 191 Mio. Euro) an.