Wer konnte 2009 wo punkten
Jede der vier im Salzburger Landtag vertretenen Parteien hatte 2009 ihre Hochburgen in den einzelnen Gemeinden. Ein Überblick zeigt, wo SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grüne besonders punkten konnten.
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Das beste Ergebnis erzielte die SPÖ bei der vergangenen Landtagswahl mit 66,1 Prozent am Bahnknotenpunkt Schwarzach im Pongau. In der Arbeitergemeinde Lend, dem Sitz der Salzburger Aluminium AG, wählten 63 Prozent Rot, in Bürmoos im Flachgau (wo just der Sohn des Lender Bürgermeisters Ortschef ist) waren es 61,7 Prozent.
SPÖ punktete in Städten
Am schlechtesten schnitten die Sozialdemokraten in Sankt Koloman im Tennengau ab, wo nicht einmal jeder Fünfte (19,5 Prozent) SPÖ wählte. Generell sehr gute Ergebnisse erzielten die Sozialdemokraten in einigen der einwohnerreichsten Städten des Landes: In Zell am See, Saalfelden und Hallein wählten vor vier Jahren zwischen 45 und 50 Prozent die SPÖ, in Bischofshofen waren es sogar fast 54 Prozent. Im Umkehrschluss bescherten die Wähler damit der ÖVP in den drei SPÖ-Hochburgen tatsächlich auch die drei größten Schlappen: nur 13,3 Prozent für die Schwarzen in Bürmoos, 14,7 Prozent in Schwarzach und 19,8 Prozent in Lend.
Auch in den großen roten Hochburgen Hallein (24,9 Prozent) und Bischofshofen (25,4 Prozent) gab es für die ÖVP wenig zu holen. Die besten Ergebnisse erzielte die Partei in den Gemeinden Göming (65,4 Prozent), St. Koloman (61,7 Prozent) und Filzmoos (58,9 Prozent). Deutlich über dem Landesergebnis lag die ÖVP auch in den beiden Bezirken Salzburg-Umgebung und Tamsweg, wo sie die SPÖ mehr oder weniger stark distanzierte.
Bestes FPÖ-Ergebnis im Lungau
Die FPÖ verzeichnete ihr bestes Ergebnis mit 27,5 Prozent in der kleinen 350-Einwohner-Gemeinde Thomatal im Salzburger Lungau, jenem Bezirk, in dem die Freiheitlichen schon in der Vergangenheit ihre höchsten Werte erzielt hatten.
Nach Thomatal folgte in der Gunst der FPÖ-Wähler das Glemmtal, die Heimatregion von Landesparteichef Karl Schnell: In Saalbach-Hinterglemm und dem benachbarten Viehhofen wählten 23,3 bzw. 23,4 Prozent der Wähler die FPÖ. Nichts zu holen gab es für die Freiheitlichen hingegen im Großarltal. In den Gemeinden Großarl und Hüttschlag kam die FPÖ auf nicht einmal sieben Prozent der Stimmen.
Grüne mit urbanem Potenzial
Die Grünen sprachen 2009 vor allem die urbane Bevölkerung an. Das beste Ergebnis erzielten sie mit 13 Prozent in der Landeshauptstadt und in den beiden Umlandgemeinden Anif (11,4) und Elsbethen (10,9). Keine einzige Stimme gab es für die Grünen hingegen in zwei Lungauer Gemeinden. In Tweng und Muhr – wo man 2004 mit einer bzw. drei Stimmen zumindest nicht gänzlich untergegangen war - wählte gar niemand die kleinste Fraktion im Landtag.
Betrachtet man die Kommunen im Bundesland gemeinsam, verloren die Sozialdemokraten 2009 (nachdem sie fünf Jahre zuvor in 118 Gemeinden zulegen konnten) in 110 Gemeinden wieder Stimmen, in zwei Gemeinden (Hintersee und Tweng) mit mehr als 13 Prozentpunkten sogar im zweistelligen Bereich. Wie der Koalitionspartner musste auch die ÖVP in 96 Gemeinden Stimmanteilsverluste hinnehmen, im größten Fall (Weißbach bei Lofer) ebenfalls mit 13 Prozentpunkten. Allgemein fielen die Verluste der ÖVP aber viel dezenter aus, als bei der SPÖ.
Die FPÖ konnte 2009 in 115 der 119 Salzburger Gemeinden Zugewinne verbuchen, die Bandbreite erstreckte sich zwischen einem Plus von 0,1 und 10,7 Prozentpunkten. Die Grünen erzielten ein ähnliches Ergebnis wie die ÖVP: Sie verloren in 98 Gemeinden an Stimmanteilen. Auffallend: Nirgendwo gab es größere Einbußen für die Partei als in Goldegg, der Heimatgemeinde des damaligen Spitzenkandidaten Cyriak Schwaighofer (minus 7,1 Prozentpunkte). Dem Landesergebnis am ähnlichsten wählten 2009 übrigens die Bürger der beiden Gemeinden Henndorf am Wallersee und Golling an der Salzach.
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