Der „Anschluss“ als offene Wunde
Als „Tag der Schande“ hat Bundespräsident Fischer den 12. März 1938 bei der offiziellen Gedenkveranstaltung der Republik 75 Jahre nach dem „Anschluss“ Österreichs an Nazi-Deutschland bezeichnet. Fischer unterstrich in seiner Rede, dass sich Österreich in Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus nicht nur als Opfer, sondern auch als Täter fühlen müsse. Wer ein „Verheilen alter Wunden“ fordere, solle bedenken, dass „nur gereinigte und sauber gemachte Wunden ohne Entzündungsgefahr heilen können“, so Fischer. Das „Saubermachen der Wunden“ habe gerade in Österreich lange auf sich warten lassen.
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