Regen auf dicke Schneedecke
Nach starken Schneefällen am Wochenende hat sich die Wettersituation am Dienstag erneut zugespitzt - mit unterschiedlichen Folgen: In Oberösterreich und der Obersteiermark kam es zu erhebliche Behinderungen durch tiefwinterliche Straßenverhältnisse, im Süden der Steiermark und besonders im Südburgenland kam es zu Überschwemmungen.
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In den beiden Bezirken Oberwart und Güssing herrschte Hochwasseralarm. Insgesamt waren bis zum Vormittag bereits 20 Feuerwehren im Einsatz, hieß es von der Landessicherheitszentrale (LSZ). Ursache war Regen auf die dicke Schneedecke, die das Wochenende hinterlassen hatte. Teils fielen laut LSZ 25 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Hochwasserpegel stiegen damit rasch mit 20 Zentimeter pro Stunde, meldete die Stadtfeuerwehr Güssing - mehr dazu in burgenland.ORF.at.

ORF/Andreas Riedl
Hochwasser nahe Güssing
Auch steirische Feuerwehren im Dauereinsatz
Ähnlich, wenn auch nicht ganz so kritisch war die Situation in der südlichen bzw. südöstlichen Steiermark. Dort wurden durch Schmelzwasser und neue Niederschläge Keller überflutet. Zwischen den Orten Gnas und Paldau musste das Dach eines leerstehenden Gebäudes abgeschaufelt werden, nachdem die nasse Schneelast die Außenmauern instabil werden ließ.
Auf dem Grazer Hausberg, dem Schöckl, fiel der Strom aus. In der Obersteiermark sorgten dagegen schneebedeckte Straßen für Probleme. Lkws blieben hängen, immer wieder passierten Unfälle. Die Pyhrnautobahn (A9) musste abschnittsweise gesperrt werden - mehr dazu in steiermark.ORF.at.
Blockierte Straßen in Oberösterreich
„Nichts geht mehr“ hieß es im Frühverkehr auch in Teilen Oberösterreichs, vor allem im Großraum Linz, in Steyr, Kirchdorf, im Innviertel und im Seengebiet. Zahlreiche Blechschäden, hängen gebliebene Schwerfahrzeuge, aber auch Verletzte bei Verkehrsunfällen waren die Folge. Auf mehreren höher gelegenen Straßen in Oberösterreich herrschte Schneekettenpflicht für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht - mehr dazu in ooe.ORF.at.

APA/Manfred Fesl
Zahlreiche Unfälle waren die Folge schneeglatter Straßen in Oberösterreich
Entspannung erst am Mittwoch in Sicht
Kettenpflicht herrschte auch in Kärnten auf den meisten Passstraßen. Auf zahlreichen Hauptverbindungsrouten, etwa der Südautobahn (A2), kam es zu Behinderungen - mehr dazu in kaernten.ORF.at. Laut Prognosen der ORF-Wetterredaktion und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) schneit bzw. regnet es in Ost- und Südösterreich vorerst weiter, auch wenn die Intensität allmählich nachlässt. In Vorarlberg und Tirol bleibt es dagegen trocken. Ab Mittwochnachmittag bzw. spätestens Donnerstag dürfte es mit Schnee und Regen vorerst ganz vorbei sein. Das Wochenende verspricht - zumindest zwischendurch - Sonne.
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