Alte Kulte, neue Brutalität

Als eine junge Frau Anfang Februar in Papua-Neuguinea von einem Mob bei lebendigem Leibe verbrannt wurde, hat das für internationale Entrüstung gesorgt. Doch der Vorfall ist nur die Spitze des Eisberges. Seit Jahren tobt in dem Inselstaat eine „Hexenjagd“. Die Opfer sind zumeist alleinstehende Frauen, denen schwarze Magie vorgeworfen wird. Experten sehen soziale Spannungen und eine Art Zivilisationsschock als Hintergrund: Alte Rituale würden mit ungeheurer Brutalität neu belebt. Auch die Behörden haben Mitschuld - ausgerechnet mit einem alten Gesetz, das Gewalt rund um angebliche Hexerei eigentlich verhindert sollte.

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