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Einkommen von 100.000 Dollar im Jahr

Der 82-jährige Warren Buffett gilt als Guru der Investmentbanker. Er hatte Berkshire Hathaway seit 1965 dank seiner legendären Investmentfähigkeiten von einem maroden Textilhersteller zu einem der wohlhabendsten US-Konzerne gemacht. Dabei hat Buffett selbst ein Privatvermögen von mehr als 44 Mrd. Dollar (35 Mrd. Euro) angehäuft.

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Die operativen Gesellschaften des Mischkonzerns reichen von der Autoversicherung Geico über die Energiefirma MidAmerican bis hin zu dem Lebensmittelgroßhändler McLane. Das Unternehmen ist über seine vor vielen Jahren preisgünstig gekauften Aktienpakete Großaktionär von Coca-Cola, American Express, Münchener Rück und anderen Großkonzernen.

Rund 250.000 Menschen arbeiten für Berkshire Hathaway. Geführt wird die Holding von Buffett selbst mit einer kleinen Schar von rund 20 Mitarbeitern in der Provinz - in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska. Den Chefs seiner Tochterfirmen lässt Buffett größtmögliche Freiheit, er selbst greift nur im Notfall ein.

Bescheidener Multimilliardär

Er selbst lebt noch immer in dem Haus, das er 1958 für 31.500 Dollar (24.778 Euro) gekauft hatte. Auch sonst tritt der Milliardär äußerst bescheiden auf. So genehmigt sich Buffett ein Jahresgehalt von lediglich 100.000 Dollar. Wenn er private Telefonate im Büro führt, rechnet er das hinterher ab. Den ungeliebten Firmenjet besteigt er nur für geschäftliche Termine. Lediglich seinen Personenschutz lässt sich Buffett von der Firma bezahlen. Denn für Berkshire Hathaway ist Buffett das wichtigste Kapital, die unumstrittene Nummer eins.

Im Juni 2006 kündigte Buffett an, einen Großteil seines Vermögens der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung sowie Stiftungen seiner Familie übertragen zu wollen. In diesem Jahr wurde sein Vermögen vom US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ auf 47 Milliarden Dollar geschätzt.

Erste Spekulationen mit elf Jahren

Sein Weg als Aktientrader war früh vorgezeichnet. Schon im Alter von elf Jahren fing er an, an der Börse zu spekulieren. Während seines Studiums begann er damit, sich an Firmen zu beteiligen. Mit seinen erfolgreichen Anlagestrategien wurde er international bekannt. Sobald das „Orakel von Omaha“ in ein Unternehmen investierte, zogen unzählige Geldgeber nach. Viele wurden damit reich.

2004 sorgte Buffett für Aufsehen, als er mit seinem flüssigen Kapital gegen den schwachen Dollar spekulierte und einen Gewinn von rund 1,8 Mrd. Dollar (rund 800 Mio. Euro) einfuhr. Er habe eigentlich auch „mehrere Multimilliardenakquisitionen“ machen wollen, fand jedoch laut eigenen Worten kaum aufkaufwürdige Firmen und nur wenige attraktive Wertpapiere.

Rätsel um Nachfolger

Offen ist hingegen die Frage nach einem würdigen Nachfolger für den an Krebs erkrankten Buffett. Lange hatte Manager David Sokol als möglicher Kandidat gegolten. Doch vor zwei Jahren trennte sich Buffett überraschend von dem Manager. Sokol habe gegen die firmeneigenen Regeln zum Insiderhandel verstoßen, hatte Buffett den Schritt begründet, der damals für viel Aufsehen sorgte. Denn der Milliardär genießt den Ruf eines Saubermanns in der Finanzwelt.

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