Appell an Autofahrer
Ein Tief über Italien bringt seit der Nacht teils raue Schneemengen in den Süden und Osten Österreichs - und in dieser Tonart wird es bis Donnerstag weitergehen, während im Westen des Landes teils sogar die Sonne scheinen wird. Die Räumfahrzeuge sind in Kärnten, der Steiermark, Niederösterreich, dem Burgenland und Wien seit den Nachtstunden im Dauereinsatz.
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Kärnten hatte der Schneefall bereits Montagabend erreicht. Wegen des heftigen Schneegestöbers sperrten die italienischen Behörden die Grenzübergänge für Lkws. Erst nach rund 36 Stunden Sperre waren die Grenzen nach Italien und Slowenien am Dienstag wieder für Lkws über 7,5 Tonnen passierbar - mehr dazu in kaernten.ORF.at. Im südlichsten Bundesland fiel bisher bis zu ein halber Meter Neuschnee. Das führte zu mehreren Unfällen, auch ein Personenzug entgleiste - mehr dazu in kaernten.ORF.at.
Neuschnee in Schladming
Auch für die Organisatoren der Ski-WM in Schladming ist das Wetter eine Herausforderung: Am rennfreien Mittwoch werden bis zu zehn Zentimeter Neuschnee erwartet.
Kurzparkzonen in Wien in Kraft
Auch in Wien gab es aufgrund der winterlichen Verhältnisse Verzögerungen im öffentlichen Verkehr. Um auch die Straßen in der Bundeshauptstadt wieder sauber zu bekommen, war der Winterdienst im Großeinsatz. 76 Streu- und Räumfahrzeuge der MA 48, 106 Fahrzeuge privater Partner und 178 Kleinfahrzeuge der Straßenreinigung kamen zum Zug, informierte die für die Schneeräumung zuständige Magistratsabteilung.
Die Kurzparkzonenregelung wurde am Dienstag aber nicht aufgehoben. Somit muss in allen Zonen, in denen Parkschein- bzw. Parkpickerlpflicht herrscht, weiter ein Parkschein gelöst werden. Da es wegen der Schneemengen deutlich schwieriger wird, einen Parkplatz zu finden, rät die MA 48 zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel - mehr dazu in wien.ORF.at.
AUA: Verspätungen und Streichungen möglich
Im Flugverkehr kam es ebenfalls zu Verzögerungen. „Schneeräumung und Enteisung werden eingesetzt“, sagte der Sprecher des Flughafens Wien-Schwechat, Peter Kleemann. Die Austrian Airlines warnten, dass es auch am Mittwoch zu Verspätungen und Streichungen kommen kann: „Wir rechnen mit heftigen Schneefällen und daher entsprechenden Behinderungen“, sagte eine Sprecherin der Linie der APA. Reisende sollten sich vor der Anfahrt zum Flughafen im Internet informieren. Außerdem seien längere Wegzeiten auf der Fahrt nach Schwechat einzurechnen.

ORF.at/Zita Köver
Ohne Pause sind derzeit die Räumfahrzeuge unterwegs
Auch im Burgenland machte der Schneefall den Autofahrern zu schaffen. Es gab mehrere Unfälle, Probleme gab es auch im Schwerverkehr nach Ungarn - mehr dazu in burgenland.ORF.at. Die Autobahngesellschaft ASFINAG appellierte an alle Autofahrer, den Witterungsverhältnissen entsprechend vorsichtig zu fahren. Insbesondere warnte der Autobahnerhalter davor, Räumfahrzeuge zu überholen. Am sichersten sei es ohnehin hinter den Räumfahrzeugen, da dann frisch geräumt und gesalzen sei. Es könne zu „extrem gefährlichen Situationen“ führen, wenn Autos beim Fahrspurwechsel in die vom Pflug beim Räumen angehäuften Schneemengen geraten.
Schneeverwehungen, kaum Sonne
Bereits am Abend beginnt es wieder öfter zu schneien. Am Mittwoch schneit es den Prognosen zufolge dann in ganz Österreich. Anhaltende und teilweise starke Schneefälle wurden für Niederösterreich, Wien, das Burgenland, die Steiermark und für Unterkärnten prognostiziert. Wegen aufkommenden Windes ist auch mit Schneeverwehungen zu rechnen.
Erst am Donnerstag soll der Schneefall abklingen - im Süden und Südosten ist aber Regen oder Schneeregen möglich. Es bleibt bewölkt, nur im Westen Österreichs kann zumindest zeitweise mit einigen Sonnenstrahlen gerechnet werden. Am Freitag kann es dann teils erneut leicht schneien. Mit etwas Schneefall, vielen Wolken und nur vereinzelt Sonnenschein soll es auch über das Wochenende winterlich bleiben.
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