Anschlag auf Delacroix-Gemälde gibt Rätsel auf

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In Frankreich gibt die Beschädigung eines Bildes des Malers Eugene Delacroix Rätsel auf. Dabei handelt es sich um das Werk „Die Freiheit führt das Volk“, das seit kurzem im neuen Louvre-Ableger in der nordfranzösischen Kleinstadt Lens hängt.

Dort hat eine 28-Jährige das weltberühmte Gemälde gestern Abend mit Filzstift beschmiert. Bevor sie von einem Wächter und einem Besucher gestoppt werden konnte, hatte die junge Frau mit schwarzem Stift das Kürzel „AE911“ geschmiert. Sie wurde festgenommen und heute von der Polizei verhört.

Politisches Motiv oder verwirrt?

Die Fahnder prüfen, ob die Kritzelei in Zusammenhang mit einer Internetpetition zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA steht. Unter dem Motto „AE911“ fordern deren Unterzeichner den US-Kongress zu einer „wirklich unabhängigen Untersuchung“ der Attentate in New York und Washington auf, um die sich eine Reihe von Theorien ranken.

Der Bürgermeister von Lens, Guy Delcourt, geht hingegen davon aus, dass die aus Nordfrankreich stammende Frau psychisch krank ist und das Meisterwerk nicht vorsätzlich zerstören wollte. Auch der zuständige Staatsanwalt von Bethune, Philippe Peyroux, schließt das nicht aus.