„Dreamliner“: Aufsicht genehmigte Batterie trotz Feuergefahr

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Die US-Behörden sollen bei der Genehmigung der hochentzündlichen Lithium-Ionen-Batterien für Boeings „Dreamliner“ in Kauf genommen haben, dass die Akkus in der Luft in Brand geraten können.

Der Einsatz galt dennoch als sicher, solange die Flammen nicht auf andere Teile übergreifen und es Entlüftungen für Rauch sowie giftige Dämpfe gibt, wie aus Dokumenten hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen.

Eine Überprüfung von Regierungspapieren ergab, dass die US-Luftverkehrsbehörde FAA dem „Dreamliner“ Sonderkonditionen gewährte. Die Sicherheitsexperten gaben grünes Licht für den Einsatz der Problembatterien, obwohl sie einräumten, dass Situationen denkbar seien, in denen das System möglicherweise nicht ausreiche. Allerdings sei das „sehr abwegig“.

FAA-Genehmigung im Rampenlicht

Das Risiko eines Brandes an Bord eines Flugzeugs gehört angesichts der großen Treibstoffmengen seit jeher zu den Hauptsorgen der Sicherheitsbehörden. Die US-Vorschriften erfordern für jede Maschine mehrere Anti-Brand-Systeme.

Angesichts von gleich zwei Problemen mit den hochmodernen Akkus in den Prestigejets rückt nun die 2007 erteilte FAA-Genehmigung ins Rampenlicht: Ein US-Senatsausschuss plane in den nächsten Wochen eine Anhörung, um die Aufsichtsführung der Flugsicherheit zu überprüfen, erfuhr Reuters von einem Berater des für Handel, Wissenschaft und Verkehr zuständigen Gremiums.

FAA und Boeing weisen Vorwürfe zurück

Ein FAA-Sprecher verteidigte die erteilte Genehmigung: Selbst bei Eintreten des „schlimmsten Falles“ gebe es Systeme zur Absicherung. Auch Boeing rechtfertigte den Einsatz der leistungsstarken und zugleich leichten Akkus. Die Batterien seien nach einer „sorgfältigen Prüfung der möglichen Alternativen“ gewählt worden, weil sie am besten Boeings Erwartungen für die 787-Maschinen erfüllten, sagte Firmensprecher Marc Birtel.