Zehn neue Minister: Mursi baut Ägyptens Regierung um

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Ägyptens Präsident Mohammed Mursi hat mit einer umfangreichen Kabinettsumbildung den Einfluss der Islamisten in der Regierung gestärkt. Der Staatschef tauschte gestern zehn Ressortchefs aus, darunter Schlüsselposten wie den des Finanz- und des Innenministers.

Die Muslimbrüder kontrollieren nun statt fünf acht Ministerien direkt oder über ihren politischen Arm, die Freiheits- und Gerechtigkeitspartei.

Investoren von Unruhen abgeschreckt

Mit der Wirtschaft Ägyptens geht es seit dem Sturz des Langzeitmachthabers Hosni Mubarak vor fast zwei Jahren steil bergab. Eine der Ursachen ist der Mangel an politischer Stabilität, der abschreckend auf Investoren wirkt. Erst jüngst hatte Mursi versprochen, die Armut im Land zu bekämpfen.

Ägypten stehen schwierige Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über Milliardenkredite bevor. In etwa zwei Monaten sollen die Ägypter ein neues Parlament wählen. Dabei droht dem islamistischen Präsidenten ein Denkzettel. In den letzten Monaten hatte es mehrfach Massenproteste etwa gegen Mursis umstrittene Verfassungsreform gegeben.