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Moon räumt Niederlage ein

Die konservative Politikerin Park Geun Hye hat die Präsidentschaftswahl in Südkorea gewonnen. Der Sieg sei ihr nach Auszählung von fast 90 Prozent der Stimmen nicht mehr zu nehmen, berichteten mehrere Fernsehsender am Mittwoch. Demnach entfielen auf die Tochter des früheren Militärdiktators Park Chung Hee 51,5 Prozent der Stimmen.

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Auf ihren stärksten Rivalen, den linksliberalen Oppositionspolitiker Moon Jae In, kämen 48 Prozent. Moon räumte seine Wahlniederlage bereits ein. Er akzeptiere die Entscheidung der Wähler „demütig“, erklärte Moon vor Journalisten in Seoul. „Jeder hat sein Bestes gegeben, aber mir mangelte es an der Fähigkeit“, fügte er hinzu.

Auch Präsident gratuliert

Mit der Wahl Parks rückt erstmals eine Frau an die Spitze des Landes. Rund 40,5 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, einen Nachfolger für Präsident Lee Myung Bak zu bestimmen. Lee kann nicht wiedergewählt werden. Er muss den Präsidentensitz, das Blaue Haus, in Seoul Ende Februar nach fünfjähriger Amtszeit verlassen. Lee gratulierte seiner Parteifreundin Park zum Sieg. „Glückwünsche zum Sieg, du hast große Mühsal erlebt“, sagte Lee laut einem Sprecher in Seoul am Mittwoch am Telefon zu der 60-Jährigen.

Park Geun Hye bei einer Wahlkampfrede

APA/EPA/Yonhap

Park bei einer Wahlveranstaltung

Tochter des früheren Diktators

Die 60 Jahre alte Park ist eine Tochter des früheren Diktators Park Chung Hee, der Südkorea von 1961 bis 1979 mit eiserner Hand regierte. Kritiker werfen ihr vor, autoritär und arrogant zu sein und ihre politische Legitimität allein von ihrem Vater zu beziehen. Dieser wird zwar in Südkorea wegen seines diktatorischen Führungsstils sehr kritisch gesehen, zugleich aber als Architekt des Aufstiegs Südkoreas zur asiatischen Wirtschaftsmacht verehrt.

Die Wahlbeteiligung war am Mittwoch trotz eisiger Temperaturen mit 75 Prozent sehr hoch. Bei der Wahl im Jahr 2007 war die Beteiligung bei 63 Prozent gelegen. Als Präsidentin warten auf Park drängende Probleme wie ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum, steigende Sozialkosten in einer der am schnellsten alternden Gesellschaften der Welt und die anhaltenden Spannungen mit Nordkorea.

Entspannung mit Nordkorea angepeilt

Park setzt auf einen Dialog mit dem weitgehend isolierten Nordkorea. Die Führung des Nachbarlandes hatte erst vor wenigen Tagen mit dem Start einer Rakete Sorgen vor einer Destabilisierung der Region geschürt. Ihren Landsleuten versprach Park ein rasches Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze.

Moon wollte die Abstimmung zur Richtungswahl für eine neue Sozial- und Wirtschaftspolitik machen. Die Wähler rief er auf, das Urteil über die Regierung von Präsident Lee zu fällen, dessen Beliebtheit nach einer Reihe von Skandalen und nicht erfüllten Wahlversprechen für ein konstant starkes Wirtschaftswachstum deutlich gesunken ist.

Letztlich könnte die Demografie in Südkorea die Wahl entschieden haben. Vor allem die Älteren gaben Experten zufolge eher der konservativen Park ihre Stimme. Die Jüngeren tendierten mehr zu Moon. Seit Jahren wächst das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Südkorea.

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