Schweizer Unternehmen Maus übernimmt endgültig Lacoste
Das französische Modehaus Lacoste, das zuletzt Schlagzeilen wegen eines Familienstreits gemacht hatte, wird endgültig von der Schweizer Unternehmensgruppe Maus übernommen: Die Enkelin des Lacoste-Gründers, Sophie Lacoste Dournel, kündigte gestern in einer Erklärung an, dass sie zusammen mit weiteren Aktionären 28 Prozent der Anteile an dem Familienunternehmen an Maus abgeben werde. Zuvor hatte sich bereits ihr Vater, der frühere Firmenchef Michel Lacoste, bereiterklärt, weitere 30,3 Prozent an die Schweizer abzugeben, die bereits 35 Prozent der Anteile halten.
Familienfehde um Konzernzukunft
Michel Lacoste liegt im Streit mit seiner Tochter Sophie, die gegen seinen Willen zur neuen Verwaltungsratschefin des Mode- und Sportartikelherstellers gewählt worden war, der vor allem für seine Polohemden mit dem Krokodil-Logo bekannt ist. Michel Lacoste soll sich seine Nichte Beryl Lacoste-Hamilton als Nachfolgerin gewünscht haben. Der Vater ging sogar vor Gericht, um die Ernennung seiner Tochter rückgängig zu machen.
Maus ist über sein Tochterunternehmen Devanlay bereits an Lacoste beteiligt und wird nun künftig 93,3 Prozent an dem französischen Traditionsunternehmen halten. Der Preis für die Übernahme der Familienanteile wird auf insgesamt rund ein Milliarde bis 1,25 Milliarden Euro geschätzt.