Caritas-Präsident findet Bezahlung für Sozialjahr zu hoch
Ungewöhnliche Kritik am Modell für das freiwillige Sozialjahr von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) ist heute von Caritas-Präsident Franz Küberl gekommen. Küberl fehlt beim aktuellen Vorschlag nämlich der soziale Gedanke, wie er im Ö1-Mittagsjournal erläuterte.
Auch ist ihm die vorgeschlagene Entlohnung von 1.380 Euro brutto 14-mal im Jahr zu hoch, er schlägt stattdessen eine Bezahlung nach der Mindestpension - also 814,82 Euro - plus Wohnbeihilfe vor. Ganz im Gegensatz dazu hatte die Gewerkschaft vor wenigen Wochen bemängelt, dass die Bezahlung unter dem Mindestlohn für Sozial- und Gesundheitsberufe liege.
„Die Kernfrage ist: Ist dieser Dienst von jungen Menschen zunächst ein Dienst an der Gesellschaft und an Menschen, die das brauchen? Oder ist es ein Dienst an Organisationen?“, so der Caritas-Präsident im ORF-Radio. Mit der geringeren Entlohnung würde deutlicher werden, dass jene, die das Sozialjahr absolvieren, „das auch machen, weil’s ihnen selber für ihr Leben und für die Gesellschaft wichtig ist“.