Bub in Deutschland in Keller eingesperrt: Ermittlungen
Gegen die Eltern eines Dreijährigen, der in einem völlig verdreckten Keller in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) eingesperrt war, ermittelt nun die Kieler Staatsanwaltschaft. „Wir konzentrieren uns darauf, ob die Fürsorgepflicht verletzt wurde“, sagte Oberstaatsanwältin Birgit Heß heute.
Ein Handwerker hatte im Juni im Haus der Eltern wimmernde Geräusche gehört und die Polizei alarmiert, die den Buben dann in einer verkommenen Kellerwohnung entdeckte, sagte die oberste Kommunalbeamtin in Bad Segeberg. Der Dreijährige sei in Kot gestanden. Es sei noch unklar, ob er stundenweise, über Tage oder auch nachts in der Kellerwohnung eingesperrt gewesen sei. Die Eltern wohnten im Erdgeschoß.
Gegen das Jugendamt, das die mit Erziehungsaufgaben seit langer Zeit überforderte Familie von einem freien Träger betreuen ließ, laufen keine Ermittlungen, wie Heß sagte. Es gebe keine Anhaltspunkte für Fehlverhalten.