Weiter Unruhen in Mombasa

Die Unruhen in der kenianischen Hafenstadt Mombasa nach der Ermordung eines radikalen Geistlichen haben heute den zweiten Tag in Folge angehalten. Hunderte junge Demonstranten warfen in der Früh Steine, beschädigten Autos und Geschäfte und versuchten, ins Zentrum der von vielen Touristen besuchten Metropole vorzudringen.

Auslöser der Unruhen war der Tod des islamistischen Predigers Aboud Rogo Mohammed, der gestern von Unbekannten erschossen worden war. Vertreter muslimischer Organisationen hatten nach dem Mord die Regierung für die Tat verantwortlich gemacht und ihr außergerichtliche Hinrichtungen vorgeworfen. Gestern wurde bei den Ausschreitungen in Mombasa laut Polizei mindestens ein Mensch getötet. Eine wütende Menge lieferte der Polizei dabei Straßenschlachten.

Mohammed stand auf den Sanktionslisten von USA und UNO, weil er Geld für die radikalislamische Al-Schabab-Miliz in Somalia gesammelt und Kämpfer rekrutiert haben soll. Laut UNO war er auch der „wichtigste ideologische Anführer“ der islamistischen Gruppe al-Hidschra in Kenia, die als enger Verbündeter der Al-Schabab-Miliz gilt. Die Miliz kontrolliert weite Teile Somalias und hat Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida.

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