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Seit Sonntagabend vermisst

Der Fall des verschwundenen Sebastians auf der deutschen Nordseeinsel Amrum gibt den Behörden weiter große Rätsel auf. Am Mittwoch wurde seine Leiche auf dem Spielplatz gefunden, auf dem der Zehnjährige zuletzt gesehen wurde. Die Hintergründe sind jedoch völlig unklar.

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Der Zehnjährige hatte mit seinen Eltern und seiner Schwester auf der bei Touristen beliebten Insel Urlaub gemacht. Sebastian war am späten Sonntagnachmittag zuletzt nahe des Ortes Wittdün auf Amrum gesehen worden. Dort hatte er auf einem „Piratenschiff“ eines Strandspielplatzes gespielt. Zeugen wollen den blond gelockten Zehnjährigen kurz vor seinem Verschwinden gegen 18 Uhr mit einem anderen Jungen gesehen haben.

Polizei auf Amrum

APA/dpa/Daniel Reinhardt

Die Polizei suchte mit Hubschraubern, Spürhunden und Schiffen der Seenotrettung die Insel ab

Um 16.30 zuletzt mit Familie Kontakt

Gegenüber der APA beschrieb Kristin Stielow von der Polizeidirektion Husum die letzten bisher bekannten Sichtungen Sebastians: „Um 16.30 Uhr hatte er zuletzt mit seiner Familie Kontakt, da haben sie sich definitiv gesehen und gesprochen. Gegen 17.00 Uhr ging Sebastian zum Spielplatz. Um 18.00 Uhr hat ihn sein Vater vermisst.“

Der Vater wollte den Sohn vom Spielplatz nahe der Gemeinde Wittdün abholen, hat ihn nicht vorgefunden und sofort Alarm geschlagen. „Die Suche hat unmittelbar begonnen, die erste große Suchaktion mit zwei Hubschraubern, die dann die ganze Nacht über dauerte, um 19.00 Uhr.“

Generalkonsul unterstützt Familie

Der österreichische Generalkonsul Christian Siegl sei von Berlin auf die Nordseeinsel Amrum gereist, um die Familie von Sebastian zu unterstützen. Das sagte Nikolaus Lutterotti, Sprecher des Außenministeriums in Wien, der APA. „Er hat Kontakt mit den Angehörigen aufgenommen und berät die Familie bei allen jetzt zu treffenden Maßnahmen im Zusammenhang mit Heimreise und Heimführung“, so Lutterotti - mehr dazu in oesterreich.ORF.at.

Die schwer geschockte Familie des Zehnjährigen, von der nur bekannt ist, dass sie aus dem Großraum Wien stammt, wurden die Behörden um Diskretion gebeten. Medienanfragen seien nicht erwünscht.

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