Kuratorin Cathrin Pichler 66-jährig gestorben

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Die österreichische Kunstvermittlerin und Kuratorin Cathrin Pichler ist gestern nach langer Krankheit im Alter von 66 Jahren gestorben. Das meldet der „Standard“ (Wochenend-Ausgabe). Von 1992 bis 1994 war Pichler gemeinsam mit Robert Fleck die erste Bundeskunstkuratorin, 1996 übernahm sie als Chefkuratorin gemeinsam mit Gerald Matt die Leitung der Kunsthalle Karlsplatz.

Im März 2012 wurde Pichler von Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse ausgezeichnet.

Die am 29. April 1946 in Gmunden (Oberösterreich) geborene Pichler studierte Publizistik, Kunstgeschichte, Soziologie und Psychologie an der Universität Wien sowie Kommunikationstheorie, Informationstheorie und Informationsästhetik und absolvierte eine psychotherapeutische Ausbildung. Von 1977 bis 1982 war sie Projektleiterin am Institut für Konfliktforschung, von 1982 bis 1985 außerdem am Institut für Demografie der Akademie der Wissenschaften tätig. Zwischen 1991 und 1994 saß Pichler im Programmbeirat des steirischen herbst. Ihre Tätigkeit in der Kunsthalle beendete sie nach Konflikten mit Matt 1998.

Als Kuratorin zeichnete Pichler unter anderem für die Festwochen-Ausstellung „Wunderblock. Eine Geschichte der Modernen Seele“ im Messepalast (1989) sowie die Schau „L’Ame au Corps - Arts et Sciences“ (1993) im Grand Palais in Paris verantwortlich. Zuletzt verantwortete sie 2010 die Ausstellung „The Moderns“ im Museum moderner Kunst (MUMOK).