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Wieder mehr Kohlendioxidausstoß

Ein Ergebnis des ersten „Erdgipfels“ 1992 in Rio de Janeiro war fünf Jahre später das Kyoto-Protokoll zur Reduktion der CO2-Emissionen. 20 Jahre später wird es nun bei einem Nachfolgegipfel in Rio um ein Folgeabkommen gehen. Die erste Phase des Kyoto-Abkommens endet 2012. Mehrfach scheiterte bisher ein weiteres Klimaschutzabkommen.

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„Bei der Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 gab es etwa die Erwartung, dass im Prinzip eine Kyoto-Nachfolge kommt, an der die internationale Staatengemeinschaft aber schlussendlich gescheitert ist“, sagte Alexander Egit, Geschäftsführer von Greenpeace Österreich, gegenüber der APA.

Kyoto „historischer Meilenstein“

Dass sich aus der in Rio 1992 beschlossenen Klimarahmenkonvention 1997 das Kyoto-Protokoll mit den folgenden Ratifizierungen entwickelte, bezeichnete der Umweltschützer als „historischen Meilenstein“. Die Industriestaaten verpflichteten sich damals, die Treibhausgasemissionen bis 2012 um mindestens fünf Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Auch die Idee, dem CO2-Ausstoß durch die Emissionszertifikate einen Preis zu geben, hält Egit „im Grundsatz richtig“. Doch die ständig steigenden Emissionen zeigten, dass „längst ein Nachbessern der Ergebnisse von Kyoto erfolgen hätte müssen“.

Neuer Rekord bei CO2-Emission

Denn die Realität schaut allerdings anders aus. Österreich hatte etwa in dem Zeitraum von 1990 bis 2009 eine Reduktion von 13 Prozent angestrebt. Laut dem Jahresbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) von 2011 stiegen die CO2-Emissionen allerdings um zwölf Prozent. Auch in Griechenland und Spanien stiegen die Emissionen im zweistelligen Bereich.

Auch im vergangenen Jahr wurde wieder mehr Kohlendioxid ausgestoßen. Aktuellen Schätzungen der IEA zufolge stiegen die Treibhausgase weltweit um 3,2 Prozent. Damit hätten sie ein Rekordhoch von 31,6 Gigatonnen erreicht. China habe dabei den größten Anteil mit einem Plus von 9,3 Prozent. In den USA hingegen soll der CO2-Ausstoß demnach um 1,7 Prozent zurückgegangen sein. Ursache dafür seien der Ersatz von Kohle durch Erdgas in Kraftwerken und ein relativ milder Winter, so die IEA.

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