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Auch Monti um Beruhigung bemüht

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat dem italienischen Regierungschef Mario Monti in der Schuldenkrise den Rücken gestärkt. Wenn das Land Montis Kurs folge, wird es laut Schäuble „keine Risiken geben“.

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Italien müsse aber die von Monti angeschobenen Reformen umsetzen, um nicht doch das nächste Land zu werden, dass von der Euro-Schuldenkrise angesteckt werde, so Schäuble gegenüber der italienischen Zeitung „La Stampa“ (Mittwoch-Ausgabe). Auf dem richtigen Weg sieht Schäuble auch Spanien. Das Land habe zwar Probleme mit seinem Bankensektor, er sei sich aber sicher, dass Spanien diese Probleme lösen werde.

„Benötigen keine Euro-Hilfe“

Unterdessen zeigte sich auch Monti selbst überzeugt, dass die drittgrößte Euro-Volkswirtschaft keine Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds benötigen werde. Zwar habe das Land eine hohe Staatsverschuldung, sagte Monti dem ARD-Hörfunk in Rom. „Wenn wir über Verschuldung sprechen, hat Italien auf der anderen Seite sehr geringe Privatschulden - im Gegensatz zu anderen Ländern. Auch Unternehmen und Familien sind wenig verschuldet.“ In jedem Fall sei die Haushaltspolitik inzwischen eine andere. „Der Staatshaushalt wird dieses Jahr mit einer nur geringen Neuverschuldung abgeschlossen, mit zwei Prozent.“ Und im kommenden Jahr werde es einen Überschuss geben.

„Nicht besonders lustig“

„Ich verstehe, dass man Italien durch seine Vergangenheit als lustiges, undiszipliniertes Land begreifen kann“, räumte Monti ein. „Aber momentan ist Italien disziplinierter als viele andere europäische Länder - und es ist auch nicht besonders lustig. Aber es unternimmt die richtigen Dinge, um ein solides Land zu werden.“ Auch in Deutschland werde derzeit nicht gesehen, dass Italien im Prinzip doppelt zahle, sagte er: einerseits die Anteile für die Rettung anderer kriselnder Euro-Staaten, andererseits auch höchste Zinsen für Staatsanleihen. „Grund dafür ist die angespannte Lage auf den Finanzmärkten.“

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