Sari Barabas: Grande Dame der Operette gestorben

Die deutsch-ungarische Opernsängerin Sari Barabas ist tot. Die Kammersängerin starb gestern im Alter von 98 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. „Für das Gärtnerplatztheater bedeutet ihr Tod den Verlust einer seiner bedeutendsten Größen der Nachkriegszeit“, teilte das Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz mit. Das Haus war mehr als 50 Jahre lang ihre künstlerische Heimat.

Barabas wurde am 14. März 1914 in Budapest geboren und hatte mit sieben Jahren ihren ersten Auftritt als Tänzerin. Sie galt als Ballett-Wunderkind, doch sie verschrieb sich dem Gesang. Erste Erfolge konnte sie auf der Freilichtbühne der Budapester Oper auf der Margaretheninsel feiern. Seit 1948 war sie auf allen wichtigen europäischen und amerikanischen Opernbühnen zu Hause.

Comeback mit 85 Jahren

1978 beendete Barabas ihre Bühnenkarriere vorerst in der Titelrolle des Broadway-Musicals „Hello, Dolly!“ im Gärtnerplatztheater. Ende 1998 kehrte sie mit 85 Jahren nochmals zurück und übernahm eine Sprechrolle als Fürstin Anhilte in der Operette „Die Csardasfürstin“ von Emmerich Kalman. 2007 nahm sie endgültig Abschied von der Bühne.