Uni Wien entschärft Studieneingangsphase

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Die Universität Wien justiert bei der Studieneingangs- und Orientierungsphase (StEOP) nach. Studierende, die dabei an nur einer Prüfung gescheitert sind, dürfen künftig ein drittes Mal antreten, gab Rektor Heinz W. Engl gestern nach einer Senatssitzung an der Uni Wien per Aussendung bekannt. Nur noch die Uni in Linz erlaubt damit den dritten Prüfungsantritt nicht.

„Mit dieser Maßnahme werden Härten vermieden“, erklärte der Rektor. „Wir wollen damit auch die Angst vor dem zweiten Prüfungsantritt vermindern. Diese ist insbesondere durch die vom Gesetz vorgesehene ‚lebenslange Sperre‘ für dasselbe Studium, die ich für verfehlt halte, verständlich.“

Proteste von Studierenden

Die StEOP war zuvor als willkürliche Knock-out-Phase von Studierendenvertretern seit Monaten kritisiert worden. Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) hatte etwa das Studienfach Pharmazie hervorgehoben, bei dem nur 28 der 642 Studenten bei allen drei nötigen StEOP-Prüfungen angetreten seien und nur sieben alle positiv bestanden hätten.

Die StEOP gilt seit Herbst an jenen elf Unis, die keine generellen Zugangsbeschränkungen haben. Der Umfang der Prüfungen reicht dabei von zwei bis 30 ECTS (30 ECTS entsprechen dem Arbeitspensum eines Semesters), und nur wer alle Prüfungen des ersten Semesters besteht, darf weiter studieren.