200 Tote bei Lawinenunglück in Afghanistan befürchtet

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Nach dem Lawinenunglück im Nordosten Afghanistans geht die UNO von weit mehr Todesopfern aus als bisher befürchtet. Die 145 in der Bergprovinz Badachschan Vermissten seien „vermutlich tot“, hieß es in einer gestern in Kabul veröffentlichten Erklärung des Büros des UNO-Koordinators für humanitäre Angelegenheiten für Afghanistan. Die afghanischen Behörden waren bisher von rund 50 Todesopfern ausgegangen.

Etwaige Hilfseinsätze werden durch die Wetterbedingungen fast unmöglich gemacht. So sei das verschüttete Dorf Dispai kaum zugänglich, da auch die Zufahrtsstraßen durch Schneemassen blockiert seien, erklärte das Büro. Der Einsatz von Hubschraubern sei nicht möglich, da die Drehungen der Rotorblätter womöglich weitere Lawinen auslösen könnten.

Mehrere Dörfer waren Anfang der Woche in Badachschan von Schneelawinen verschüttet worden. Die Lawinen wurden durch einen Temperaturanstieg nach heftigen Schneefällen ausgelöst. Das Land am Hindukusch erlebt derzeit den kältesten Winter seit 15 Jahren.