Stöger gegen Junkfood-Steuer

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) hält wenig vom Vorstoß des UNO-Sonderbotschafters für Ernährung, ungesunde Lebensmittel wie Softdrinks und Junkfood mit Strafsteuern zu belegen.

Er setze auf Aufklärung, sagte er gegenüber Ö3: „Da müssen wir die Köpfe und die Bäuche der Menschen erreichen.“ Ihnen müsse gesunde Nahrung in der Praxis schmecken. Derzeit arbeite man beispielsweise daran, die Schulbuffets gesünder zu machen.

UNO fordert Steuer auf Junkfood

Auf Länderebene sind Kampagnen gegen ungesundes Essen schon mehrfach unternommen worden - mit unterschiedlichem Erfolg. Nun forderte die UNO Sondersteuern auf Chips, Softdrinks und Junkfood als Strategie gegen die immer weiter verbreiteten Zivilisationskrankheiten. Gleichzeitig könnte dieser Weg zu mehr Ernährungsgerechtigkeit führen, meinen die Vereinten Nationen. Widerstand ist allerdings programmiert, und das nicht nur seitens der Fast-Food-Riesen. Die UNO-Vorschläge dürften auch der Agrarindustrie missfallen.

Mehr dazu in „Erlassen Sie Steuern auf Softdrinks“

Eine Millionen Euro für Obst an Schulen

Österreichs Schüler werden im Schuljahr 2012/2013 von der EU wieder eine Million Euro an Hilfen für die Förderung von Obst erhalten. Insgesamt beläuft sich die EU-Hilfe in diesem Bereich auf 90 Millionen Euro, wobei Italien mit 20,5 Millionen den größten und Luxemburg mit 234.000 Euro den geringsten Anteil erhält. Allerdings sind die Kofinanzierungsraten der EU-Länder unterschiedlich hoch.

So muss Österreich die Hälfte dazuzahlen, Italien nur 42 Prozent. Den höchsten Kofinanzierungsanteil der EU weisen hier Litauen, Malta, Polen, Estland, Bulgarien, Rumänien, Slowenien und die Slowakei auf, die auf je 75 Prozent kommen. Das heißt, ihr Land muss jeweils nur für 25 Prozent zusätzlich aufkommen. Österreich liegt mit seinen 50 Prozent Kofinanzierung gemeinsam mit Dänemark, Belgien, Irland, Zypern, Luxemburg und den Niederlanden am untersten Ende.