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„Situation ist extrem gefährlich“

Eine Serie von über 85 Tornados hat am Freitag zentrale Bundesstaaten der USA von Alabama bis Indiana heimgesucht. Mindestens 36 Menschen kamen ums Leben. Der nationale Wetterdienst Weather Channel sprach von einem „gewaltigen Ausbruch“ und gab Tornadowarnungen für mindestens sieben Bundesstaaten aus.

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Besonders schwer betroffen war Indiana, wo dem Sender CNN zufolge alleine mindestens 19 Menschen ums Leben kamen. Mindestens 13 Tote gab es demnach in Kentucky, drei in Ohio und einen in Alabama. Es wurden jedoch weiter steigende Opferzahlen erwartet. Die Tornados hinterließen eine Schneise der Zerstörung. Die US-Fernsehsender zeigten Bilder von einem Schulbus, der ein Haus rammte, von in Seen gestürzten Lastwagen oder in Schutt und Asche gelegten Häusern. Unter den schwer beschädigten Gebäuden waren Feuerwehrwachen, Schulgebäude und Gefängnisse.

Kentucky rief Notstand aus

Im Süden von Indiana wurden die beiden Ortschaften Marysville und Henrysville mit jeweils rund 2.000 Einwohnern besonders schwer von den Stürmen getroffen. Marysville sei quasi dem Erdboden gleichgemacht worden, hieß es. Allein in diesem Gebiet seien acht Menschen ums Leben gekommen. In der Schule von Henrysville waren die Schüler noch in ihren Klassen gesessen, als der Sturm über den Ort hereinbrach. Alle hätten überlebt, nur einige seien leicht verletzt worden, teilte das Büro des örtlichen Sheriffs mit. In der Stadt habe es schwere Schäden gegeben.

Eine Frau steht vor zerstörten Häusern

AP/SWAT Chasers/Chris Bergin via the Indianapolis Star

Der Ort Henryville in Indiana wurde verwüstet

Das Rote Kreuz öffnete allein in Indiana drei Notunterkünfte. Der Gouverneur des US-Bundesstaats, Mitch Daniels, sagte US-Medien zufolge, erst am Samstag sei eine abschließende Bestandsaufnahme möglich. Daniels werde Samstagfrüh (Ortszeit) im Katastrophengebiet erwartet, hieß es. Im benachbarten Kentucky rief Gouverneur Steve Beshear den landesweiten Notstand aus.

Hagelkörner mit sechs Zentimeter Durchmesser

Die Situation sei „extrem gefährlich“, warnte der US-Wetterdienst und sprach von Hagelkörnern mit mehr als sechs Zentimeter Durchmesser. Die US-Fernsehsender zeigten Bilder von umgestürzten Schulbussen, abgedeckten Häusern und Holzgebäuden, von denen nur noch der Boden übrig geblieben war.

Die Unwetterfront habe sich bis in die Südstaaten Alabama, Kentucky und Tennessee erstreckt. Eine über einen Kilometer lange Schneise der Verwüstung hätten die Wirbelstürme bei Chattanooga (Tennessee) geschlagen. Dutzende Häuser seien zerstört worden. Zwei Twister hätten im Nordosten Alabamas zugeschlagen, dort seien unter anderem ein Gefängnis und eine Schule getroffen worden. Erst am Dienstag waren bis zu 20 Tornados über die Bundesstaaten Illinois, Missouri und Tennessee hinweggefegt. Mindestens zwölf Menschen starben, Hunderte wurden verletzt, Tausende obdachlos.

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