Italienischer Sänger Lucio Dalla gestorben

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Der italienische Liedermacher Lucio Dalla, seit Jahrzehnten mit kritischen und poetischen Liedern erfolgreich, ist im Schweizer Montreaux an einem Herzinfarkt gestorben. Das berichteten italienische Medien heute. Der 68-Jährige befand sich auf einer Tour, die ihn am 19. März auch in das Wiener Konzerthaus führen hätte sollen.

Der aus Bologna stammende Dalla zählte in Italien zu den bedeutendsten Musikern der vergangenen 30 Jahre. Der Liedermacher, der unter anderem mit seiner Bearbeitung der Verdi-Oper „Tosca“ „Tosca: amore disperato“ öfters in Österreich aufgetreten war, gewann in Italien und im Ausland Millionen von Fans mit seinen Hits „Gesu Bambino“, „Futura“, „Bella Lucia“, „Tutta la vita“ und „Ciao“. Dabei zeichnete er sich wegen seiner meist kritischen und poetischen Texten aus.

Debüt bereit 1964

Mit 14 Jahren begann Dalla Klarinette zu lernen und startete seine Musikerkarriere bei der Reno Dixieland Band in Bologna. Als junger Musiker war er in den 60er Jahren mit Chet Baker, Charlie Mingus und Bud Powell aufgetreten. Sein Debüt als Sänger gab er 1964 mit einer Vorliebe für den Bereich der Soulmusik.

Eines seiner bekanntesten Lieder, „Caruso“ (1986), eine Hommage an den Opernsänger Enrico Caruso, wurde von zahlreichen Sängern gecovert. Die Versionen von Luciano Pavarotti und Andrea Bocelli verkauften sich weltweit viele Millionen Mal.