Anonymous schwört Rache für Schließung von Megaupload
Nachdem die US-Behörden die Datentausch-Plattform Megaupload geschlossen haben, hat die berüchtigte Hackergruppe Anonymous Vergeltung angekündigt. Sie drohte, unter anderem die Website der Bundespolizei FBI und des Justizministeriums vom Netz zu nehmen. Tatsächlich waren die Adressen in der Nacht nicht oder nur eingeschränkt zu erreichen.
„Anonymous geht auf Rachefeldzug für Megaupload“, erklärten die Hacker per Kurznachrichtendienst Twitter. Zu den anvisierten Zielen gehörten auch die Websites der Plattenfirmen Universal und Warner Music, des Musikindustrieverbands RIAA sowie der Filmindustrievereinigung MPAA.
Schlag der US-Behörden
Die US-Behörden werfen der geschlossenen Megaupload massive Urheberrechtsverletzungen vor. Sieben Verdächtige wurden angeklagt, darunter auch mehrere deutsche Staatsbürger. Vier der Beschuldigten wurden festgenommen, wie das US-Justizministerium gestern mitteilte, darunter auch der Internetunternehmer Kim „Kimble“ Schmitz. Schmitz, der mittlerweile als „Kim Dotcom“ auftritt, ist Gründer von Megaupload.
Bei Megaupload konnten Daten aller Art hochgeladen werden. Nach den Vorwürfen der US-Behörden waren darunter auch in großem Stil illegal kopierte Musik, Filme, Fernsehprogramme und digitale Bücher. Megaupload habe mehr als 175 Millionen Dollar (135 Mio. Euro) illegalen Gewinn gemacht und den rechtmäßigen Eigentümern der Inhalte einen Schaden von deutlich über einer halben Milliarde Dollar zugefügt, erklärte das Justizministerium. Ein weiterer Vorwurf lautet auf Geldwäsche.
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