Themenüberblick

6.000 Haushalte ohne Strom

Die Lawinenlage im Westen Österreichs ist auch am Sonntag extrem angespannt. In Teilen Tirols und Vorarlbergs galt Warnstufe vier auf der fünfstufigen Gefahrenskala. Zahlreiche Straßen sind weiter gesperrt, Probleme gab es auch bei der Stromversorgung. Wintersportler werden gewarnt, die gesicherten Pisten nicht zu verlassen.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

„Die Lawinensituation bleibt in höheren Lagen für Wintersportler noch heikel“, so Andreas Pecl vom Lawinenwarndienst. In der Nacht von Samstag auf Sonntag fielen in den Bergen bis zu 40 Zentimeter Neuschnee.

Straßensperren und Stromausfälle

Umgestürzte Bäume, Lawinenabgänge bzw. Lawinengefahr sind die Gründe für zahlreiche Straßensperren im ganzen Land. So musste am Sonntag aufgrund der Neuschneemenge die Gargellener Straße in Vorarlberg erneut gesperrt werden. Auch die Arlbergstrecke bleibt bis Montag gesperrt - mehr dazu in vorarlberg.ORF.at.

In Tirol kommt es durch umgestürzte Bäume immer wieder zu Stromausfällen und Straßensperren. Sonntagfrüh waren 6.000 Haushalte betroffen. Der ungewöhnlich milde Herbst ist mitverantwortlich. Viele Bäume halten dem Druck, der durch das Gewicht des vielen Schnees entsteht, nicht mehr stand und stürzen um. Die Folge sind gesperrte Straßen und defekte Stromleitungen - mehr dazu in tirol.ORF.at.

Aufgrund von Neuschnee, Lawinengefahr und umgestürzter Bäume mussten am Sonntag auch im Bundesland Salzburg viele Straßen und auch eine Bahnstrecke gesperrt werden. Die Pinzgauer Gemeinde Dienten und die Pongauer Gemeinde Mühlbach sind derzeit nicht erreichbar - mehr dazu in salzburg.ORF.at.

Lawinenabgang überlebt

Glück hatten drei Studenten am Samstag bei einem Lawinenabgang im freien Skiraum der Axamer Lizum südwestlich von Innsbruck. Das Trio blieb unverletzt, musste aber wegen der akuten Lawinengefahr für die Bergretter von einem Hubschrauber ausgeflogen werden. Die drei Studierenden hätten zwar am Laptop gesehen, dass Lawinenwarnstufe vier ist, hieß es. Sie gaben gegenüber der Polizei an, dass sie diese Information nicht deuten konnten - mehr dazu in tirol.ORF.at.

In Vorarlberg wurden am Samstag 52 Touristen mit Hubschraubern von der 1.744 Meter hoch gelegenen Lindauer Hütte im Montafon ausgeflogen. Die Touristen konnten wegen der hohen Lawinengefahr zwei Tage lang den Fußweg zurück durch das Gauertal nicht antreten - mehr dazu in vorarlberg.ORF.at.

Gerissene Stromleitung löste Brand aus

Drähte einer gerissenen 25-KV-Stromleitung lösten am Samstagabend im Tiroler Bezirksort Imst einen Brand aus. Eine Lagerhalle und ein davor abgestellter Lkw fingen nach Angaben der Polizei Feuer. Die Höhe des Sachschadens stand zunächst nicht fest. Ein Baum war unter der Schneelast in die Leitung gefallen. Die alarmierte Feuerwehr konnte den Brand in der Industriezone rasch löschen. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.

Leichte Wetterbesserung in Sicht

In den Vorarlberger Bergen fielen seit Donnerstag zwischen 80 und 120 Zentimeter Neuschnee. Für Sonntag waren weitere Schneefälle prognostiziert. So könnten bis Montag noch einmal 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee hinzukommen, ehe eine nachhaltige Wetterbesserung einsetzt. Die Meteorologen rechnen am Montag auch mit einer Wetterberuhigung im Westen Tirols. Dann soll sich der Niederschlagsschwerpunkt allerdings in den Osten verschieben.

Links: