Straßensperren und Stromausfälle
Massive Neuschneemengen halten Westösterreich auch am Samstag fest im Griff. In Tirol präsentierte sich die Lawinensituation weiter angespannt. Zahlreiche Straßen blieben gesperrt. Probleme gab es auch bei der Stromversorgung. In Vorarlberg waren höher gelegene Wintersportorte vorübergehend nicht erreichbar.
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Trotz einer Niederschlagspause wurde in den Nordstaulagen zwischen Silvretta und Außerfern die Lawinenwarnstufe vier der fünfteiligen Skala erreicht. Gefahrenstellen durch Lawinen befanden sich in steilen Hängen aller Richtungen. Die Verhältnisse abseits der gesicherten Pisten wurden von den Experten als „kritisch“ bezeichnet.
Straßen und Bahnverbindungen gesperrt
Umgestürzte Bäume, Lawinenabgänge bzw. Lawinengefahr sind die Gründe für zahlreiche Straßensperren im ganzen Land. So ist das Kühtai noch nicht erreichbar, und auch die Verbindung nach Deutschland über die Seefelder Straße bei Scharnitz bleibt für den Verkehr gesperrt. Wieder erreichbar waren hingegen Galtür, Ischgl, Kappl, St. Anton und St. Christoph am Arlberg, viele Urlauber haben aber ihre Koffer gepackt und wollten abreisen - mehr dazu in tirol.ORF.at.
Probleme gab es nach wie vor im Bahnverkehr. Die Arlbergbahn bleibt zwischen Ötztal und Bludenz zumindest bis Sonntag gesperrt, teilten die ÖBB mit. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Durch umgestürzte Bäume wurde die Oberleitung im Tiroler Oberland. Auf der Karwendelbahn musste der Bahnverkehr zwischen Scharnitz und Mittenwald eingestellt werden. Auch zwischen Reutte und Garmisch soll die Bahnstrecke gesperrt bleiben.
Haushalte ohne Strom
Probleme bei der Stromversorgung meldete am Samstag der Tiroler Energieversorger TIWAG Netz AG. Zwischenzeitlich waren rund 5.600 Haushalte betroffen.

APA/Robert Parigger
Auto steckt in Gries im Sellrain fest
In Innsbruck mussten am Freitagabend mehrere Wohnhäuser im Bereich der Nordkette evakuiert werden. In Galtür wurden eine Frau und zwei Kinder in gesperrtem Gebiet verschüttet. Die Kinder konnten unverletzt geborgen werden, die Frau war verletzt. Auf der Silvrettastraße bei Kappl wurden drei Autos von einer Lawine erfasst, die sieben Insassen kamen aber unverletzt davon - mehr dazu in tirol.ORF.at.
Vorarlberger Skiorte wieder frei
Die seit Freitag abgeschnittenen Vorarlberger Wintersportorte Lech, Zürs, Stuben und Gargellen waren Samstagmittag wieder auf dem Straßenweg erreichbar. Die Straßen seien für den Verkehr wieder freigegeben worden, erklärte Lechs Bürgermeister Ludwig Muxel. Die Fahrzeuge benötigten Winterausrüstung. Die Verbindung nach Gargellen im Montafon war noch nicht befahrbar - mehr dazu in vorarlberg.ORF.at.

APA/Dietmar Stiplovsek
Neuschnee in Klösterlee am Arlberg
Die Lawinengefahr blieb in Vorarlberg auch am Samstag groß (Stufe vier), daran wird sich voraussichtlich auch in den nächsten Tagen nichts ändern. Spontane Schneebrett- und Lockerschneelawinen seien zu erwarten, hieß es. „Es hat sich das Wetter beruhigt. Wir konnten seit der Früh Sprengungen durchführen“, sagte Muxel. Hubschrauber des Bundesheeres flogen Dutzende Personen aus, die im Montafon festsaßen - mehr dazu in vorarlberg.ORF.at.
Weitere Schneefälle erwartet
Auch in Salzburg waren zahlreiche Straßen wegen akuter Lawinengefahr gesperrt, winterliche Fahrverhältnisse herrschten in allen Bezirken außer in der Stadt Salzburg vor - mehr dazu in salzburg.ORF.at. In Oberösterreich wurden am Freitag wegen Lawinengefahr einige Skigebiete geschlossen - mehr dazu in ooe.ORF.at. In der Steiermark herrschte verbreitet Gefahrenstufe drei, in den westlichen Nordalpen, im Ausseer Raum Gefahrenstufe vier - mehr dazu in steiermark.ORF.at.
Die Meteorologen erwarteten die „nächste ergiebige Niederschlagsphase“ noch von Samstag an bis in den Montag hinein. Die kritische Lawinensituation werde sich „nicht entspannen“, hieß es.
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