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Schummeln unterm Christbaum geht nicht

Wer glaubt, es sei Kindern egal, welche Marke das Geschenk unterm Weihnachtsbaum hat, der irrt. Schon die Kleinsten haben ganz genaue Vorstellungen und schreiben sie auch so in ihre Briefe ans Christkind, sagt eine Studie der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

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250 Briefe ans Christkind aus dem Jahr 2010 wurden von den Studienautoren analysiert, die meisten der zwischen fünf und zwölf Jahre alten Kinder aus Kärnten, der Steiermark und Wien nannten darin ganz genaue Marken zu ihren jeweiligen Wünschen.

Vor allem in den für die Kinder wichtigen Kategorien waren die Wünsche gebrandet, also einem speziellen Hersteller zuzuordnen. Besonders hoch war der Anteil in den Bereichen Brettspiele mit über 90 Prozent und Unterhaltungselektronik mit 66,5 Prozent. Weniger wichtig war die Marke bei Bastelmaterial, Sportsachen und Schulbedarf, dort wurden eher generische Bezeichnungen verwendet.

4,25 Wünsche pro Kind

In den untersuchten Briefen wurden insgesamt 1.025 Wünsche geäußert, je Kind durchschnittlich 4,25 Wünsche. Davon hatten 499 Wünsche einen direkten Bezug zu einer Marke. Elektronikprodukte waren mit 245 Wünschen Spitzenreiter, gefolgt von Spielzeug mit 171 Wünschen. Sachen und Material für die Schule waren mit neun Wünschen weit abgeschlagen.

Bei 142 Briefen wurde auch der Geldwert bestimmt. Laut Angaben wünschten sich die Kinder pro Brief Produkte im Gesamtwert von rund 211 Euro pro Brief, der Wert der einzelnen Produkte lag zwischen vier Euro und rund 2.832 Euro. 54 Wünsche waren demnach nicht geschenkorientiert. Die Studienautoren analysierten auch die Gestaltung der Briefe und ihr Bezug zu Weihnachten. Dabei habe sich gezeigt, dass die Kinder umso weniger Wünsche äußern, je wichtiger ihnen Weihnachten als Fest an sich ist, so die Autoren.

Weltweiter Trend zu Elektronik

Mit der Liebe zur Elektronik sind österreichische Kinder übrigens nicht allein. Schals, Skateboard, Socken und Lego sind bei den Kids in den USA kaum noch gefragt. Seit Jahren schon wird für Technikgeschenke zu Weihnachten stetig mehr Geld ausgegeben. 40 Prozent der US-Amerikaner haben schon am Eröffnungstag der Weihnachtssaison elektronische Geräte gekauft, wie der Einzelhandelsverband ermittelte.

In Deutschland zeichnet sich dem Hauptverband des Deutschen Einzelhandels zufolge eine ähnliche Tendenz ab. Zum Beginn des Advents hätten die Kunden für Weihnachten auch nach technischen Geräten gegriffen. Ganz oben auf der Wunschliste von US-Kindern steht heuer das iPad von Apple, 44 Prozent der US-Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren wünschen sich laut Angaben des US-Marktforschungsinstituts Nielsen eines. Es folgen weitere Apple-Produkte auf Platz zwei und drei: Einen iPod wollen 30 Prozent, ein iPhone 27 Prozent.

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