2008 in Algier gestrandet
Nicht nur einmal hat das Regierungsflugzeug der deutschen Kanzlerin Angela Merkel zu schaffen gemacht. Mit den betagten Maschinen der Flugbereitschaft hatte es mehrmals Probleme gegeben. Die Flotte wurde deshalb für mehr als eine Milliarde Euro erneuert.
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Ein etwa 30 Zentimeter langer Riss in der Außenhaut machte 2008 den Regierungsairbus von Merkel in der algerischen Hauptstadt Algier flugunfähig. Eine Gangway war etwa eineinhalb Stunden vor dem geplanten Abflug nach Berlin so heftig an das Flugzeug gefahren worden, dass der Riss entstand. Der Vorfall ereignete sich just am 54. Geburtstag der Kanzlerin, ihre Feier musste verschoben werden.
Überhitztes Triebwerk
Im März 2009 musste Merkel auf dem Flug von Berlin zu dem EU-Gipfel nach Brüssel eine nicht planmäßige Zwischenlandung in Hannover wegen Überhitzung eines Triebwerks einlegen. Nach dem Start in Berlin signalisierte eine Warnleuchte die Überhitzung eines Triebwerks. Der Pilot schaltete daraufhin diesen Motor ab und steuerte Hannover als nächstgelegenen Flughafen an. Erst Stunden später konnte Merkel mit einer Ersatzmaschine der Flugbereitschaft der Regierung wieder in Richtung Brüssel weiterfliegen.
Auch Köhler mit Problemen
Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler musste im September 2009 mit einem Linienflug von Peking nach Frankfurt zurückkehren, weil seine Luftwaffen-Maschine defekt war. Mit einem kurzfristig eingeflogenen Ersatzteil hatte der Schaden am Airbus „Konrad Adenauer“ nicht behoben werden können. Ende 2007 wurde Köhler gezwungen, seine Teilnahme an einer Preisverleihung in Aachen wegen technischer Probleme mit zwei Flugzeugen kurzfristig abzusagen.
Einen schweren Zwischenfall erlebte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) im Mai 2006. Kurz nach dem Start zum EU- Lateinamerika-Gipfel nach Wien signalisierte ein Instrument im Cockpit einen drohenden Druckabfall. Der Pilot musste im Sinkflug Wien ansteuern.
Bange Sekunden in Hubschrauber
Und heuer entging Merkel im März bei einer Wahlkampfveranstaltung nur knapp einem Unglück - allerdings nicht mit den Regierungsflugzeugen, sondern mit einem Polizeihubschrauber. Beim Flug von Offenburg nach Oberschleißheim setzten zeitgleich beide Antriebsturbinen des Superpuma 332 aus. Der Helikopter sackte aus einer Höhe von 1.600 Metern ab. Der Crew gelang es erst wenige hundert Meter über dem Erdboden, die Turbinen wieder zu starten und einen Absturz zu verhindern. Erst wenige hundert Meter über dem Erdboden seien die Triebwerke wieder angesprungen. Die Piloten hätten daraufhin den nächsten Flughafen in Augsburg angesteuert.
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