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Autobauer müssen Produktion einstellen

Die Flutkatastrophe in Thailand hat bereits drastische Auswirkungen auf die Wirtschaft. Autohersteller sind besonders betroffen. Viele japanische Autokonzerne haben Niederlassungen in der von den Fluten besonders stark betroffenen Region nördlich der Hauptstadt Bangkok.

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Die thailändischen Fabriken von Toyota werden auch in der kommenden Woche stillstehen, hieß es aus Tokio. In Japan, Indonesien, Vietnam und den Philippinen wird die Produktion gedrosselt.

Engpässe bei 100 Bestandteilen

Für Samstag kündigte Toyota einen Stopp in vier Produktionsstätten in Nordamerika an, weil fehlende Bestandteile aus Thailand befürchtet werden, so der Konzern. Es gebe Engpässe bei etwa 100 verschiedenen Bestandteilen, etwa Kunstharze und elektronische Bauteile, die in Thailand produziert werden, sagte eine Firmensprecherin.

Mitbewerber Mitsubishi erwartet einen Rückgang seiner Autoproduktion in Thailand von bis zu 35.000 Stück, sollten die Fließbänder wegen der Überschwemmungen wie erwartet bis Ende November stillstehen. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf Firmenkreise. Mitsubishis eigene Fabriken seien zwar nicht direkt von den Fluten betroffen. Wegen eines Zulieferstopps stehe die Produktion seit dem 20. Oktober aber still, hieß es. Aus dem gleichen Grund kündigte Honda am Mittwoch einen Produktionstopp für die malaysischen Niederlassungen der Firma an.

Japan lädt thailändische Arbeiter ein

Die japanische Regierung lud angesichts der Überschwemmungen Tausende Arbeiter aus betroffenen Gebieten zum Arbeiten nach Japan ein. Wie ein Regierungssprecher am Freitag in Tokio sagte, mussten Dutzende Firmen wie Honda und Toyota mit Niederlassungen und Zulieferfirmen in den Überschwemmungsgebieten ihre Produktion vorübergehend stoppen. Japan werde wegen der eingestellten Produktion thailändische Arbeiter japanischer Firmen im eigenen Land unter bestimmten Bedingungen akzeptieren. Dazu gehöre die Garantie der Firmen, dass die Arbeiter nach sechs Monaten nach Hause zurückkehren sollten.

Flut macht Festplatten teurer

Auch Computerfirmen spüren die Auswirkungen des Hochwassers. Bereits kurzfristig seien die Preise für die Datenspeicher um 20 Prozent nach oben geklettert, berichtete die „Bangkok Post“ am Donnerstag. Thailand ist nach China der weltweit zweitgrößte Festplattenexporteur. Die Bank von Thailand halbierte ihre Vorhersage für das Wirtschaftswachstum des Landes nahezu auf 2,6 Prozent. Bangkok steht für 41 Prozent der thailändischen Wirtschaftsleistung.

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