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Nöstlingers Klassiker und Neuigkeiten

Schwer zu glauben, dass jemand in den vergangenen vier Jahrzehnten nicht mit Geschichten von Christine Nöstlinger in Berührung gekommen sein könnte. Ihr 75. Geburtstag am 13. Oktober bietet jedenfalls mit einigen Neuauflagen und Sammelbänden Gelegenheit, sich einzulesen in den Figurenkosmos der bekannten Wiener Kinderbuchautorin oder schöne Wiederbegegnungen zu machen.

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Wieder aufgelegt wurde unter anderem „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“ in einer Taschenbuch-Sonderausgabe mit CD (Beltz & Gelberg). Stimmkünstler Stefan Kaminski leiht in der wohl lustigsten und skurrilsten Nöstlinger-Erzählung aus dem Jahr 1972 nicht nur dem fiesen Gurkenkönig seine Stimme. Er spielt gleich die ganze sechsköpfige Hogelmann-Familie, auf deren Küchentisch der seltsame Kerl eines Tages sitzt und um politisches Asyl bittet.

Das jüngste Nöstlinger-Werk spielt dagegen im realen Alltag - der gerade für Kinder aus nicht so wohlhabenden Familien immer schwieriger wird. „Pudding-Pauli serviert ab“ (Ueberreuter) ist der dritte Fall von Nachwuchsdetektiv und Hobbykoch Pauli. Zusammen mit seiner Schulfreundin Rosi - in Nöstlinger-Romanen „Schulkollegin“ - ist Pauli einem Dieb auf der Spur, der seine Beute offenbar gleich wieder verschenkt.

Alle „Franz“-Geschichten im Sammelband

Der dicke Schmöker „Der ganze Franz“ (Oetinger) versammelt auf mehr als 500 Seiten alle Abenteuer des liebenswerten Buben, der zu seinem großen Ärger immer eine Piepsstimme bekommt, wenn er aufgeregt ist. Passend dazu liest Nöstlinger-Interpret Kaminski die „Freundschaftsgeschichten vom Franz“ und „Franz auf Klassenfahrt“.

Auch von Nöstlingers weiblicher Serienheldin Mini gibt es einen Sammelband. In den „Geschichten von Mini“ (Sauerländer) geht es unter anderem um den ersten Schultag und das Geburtstagsfeiern, sehr witzig illustriert von Nöstlingers Tochter Christiana. Die Erlebnisse der Erstklässlerin gibt es zum Hören - zum Beispiel in „Mini erlebt einen Krimi“ und „Mini ist kein Angsthase“ mit Sabine Waibel in der Titelrolle und Erwin Ebenbauer als Erzähler.

Lesebuch mit unbekannteren Erzählungen

Unbekanntere Erzählungen sind in „Das große Nöstlinger Lesebuch“ (Beltz & Gelberg) zu finden. Darin lernen Kinder den „Bohnen-Jim“, „Sepp und Seppi“ und „Thomas und Bille“ kennen - eine echte Fundgrube mit farbigen Bildern von Janosch, Axel Scheffler, Wolf Erlbruch, Nikolaus Heidelbach und vielen anderen.

Die frechen Bilder von Heide Stöllinger zeichnen den Gedichtband „Achtung, Kinder!“ (Residenz) aus. Nöstlingers „neue Gedichte über Glück und Unglück der Kindheit“ schlagen auch nachdenklichere Töne an. An erwachsene Leser richtet sich „Eine Frau sein ist kein Sport - Das Hausbuch für alle Lebenslagen“ - eine Sammlung von Nöstlingers ironisch-witzigen Hausfrauenglossen.

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