Wieder Eklat bei Ahmadinedschad-Rede in UNO
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat gestern erneut einen Eklat in der UNO-Vollversammlung in New York provoziert. Dutzende Delegierte verließen den Saal, als der Präsident den Westen und die USA für Weltkriege, Massenmord und Vertreibung verantwortlich machte. Die US-Delegation wie auch zahlreiche Europäer äußerten auf diese Weise ihren Protest.
„Einige europäische Länder nutzen jetzt noch, nach sechs Jahrzehnten, den Holocaust als Ausrede, die Zionisten in Israel mit Geld zu versorgen“, sagte Ahmadinedschad laut UNO-Übersetzung. Bereits in den vergangenen Jahren hatte Ahmadinedschad seine Auftritte vor der Generalversammlung zum verbalen Rundumschlag gegen den Westen genutzt.
Palästinenser-Antrag lässt UNO rotieren
Die Fronten bleiben starr: US-Präsident Barack Obama hat bei einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bekräftigt, dass er einen Antrag der Palästinenser auf UNO-Vollmitgliedschaft ablehne. Damit spitzt sich die Lage vor dem heute erwarteten Antrag zu. UNO-Chef Ban Ki Moon forderte Israel auf, besonnen auf den Vorstoß der Palästinenser zu reagieren. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy schlug den Status eines Beobachterstaates für Palästina vor. Und das könnte einer von mehreren Kompromissen sein, mit denen der Antrag doch noch verhindert werden kann.
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