Waldbrände in Griechenland außer Kontrolle

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Wegen schwerer Waldbrände hat Griechenland um internationale Hilfe gebeten. Zwei Löschflugzeuge aus Frankreich und zwei aus Spanien wurden nach Angaben der Behörden heute in der Region der nordostgriechischen Hafenstadt Alexandroupolis erwartet. Dort toben auf unwegsamen Gelände an mehreren Stellen Brände. „Die Lage ist extrem gefährlich“, sagte Regionalgouverneur Aris Giannakidis im griechischen Fernsehen.

Der Zivilschutz hatte zuvor für die Region den Notstand ausgerufen. „Wir haben Hilfe bei den anderen EU-Ländern beantragt. Spanien und Frankreich schicken heute zwei Löschflugzeuge“, sagte der Chef des Zivilschutzes, Theodoros Boufis. Die Flammen haben nach Schätzungen der Feuerwehr bisher mehr als 2.500 Hektar Wald- und Buschland und landwirtschaftlich genutzte Flächen zerstört.

Brände auch in Athen

Seit zwei Tagen sind vier Löschflugzeuge, zwei Hubschrauber und mehr als 300 Feuerwehrleute und Soldaten sowie freiwillige Helfer im Einsatz. Am Mittwoch waren ein Zeltlager für Kinder und eine Radarstation sowie zwei kleine Dörfer evakuiert worden.

Brände brachen auch im Athener Vorort Glyfada aus. Die Flammen konnten allerdings unter Kontrolle gebracht werden - kurz bevor sie die ersten Häuser des Vorortes erreicht hätten. Ein weiterer Brand brach im Norden von Athen aus. Auch dieser konnte gelöscht werden, teilte die Feuerwehr mit. Weitere Brände tobten in Westgriechenland nahe der Stadt Agrinion.

Video dazu in iptv.ORF.at