Syrien: Granatfeuer auf türkische Grenze
Die syrischen Truppen sind heute weiter auch mit schweren Waffen gegen Oppositionelle vorgegangen. Dabei sei im Grenzgebiet zur Türkei eine syrische Granate nahe eines türkischen Grenzpostens eingeschlagen, berichtete der Nachrichtensender al-Jazeera am Samstag. Insgesamt feuerte Syrien fünf Granaten in der Grenzregion ab. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt.
Die Armee setzte nach Angaben syrischer Aktivisten auch ihre Angriffe auf die Stadt Homs fort. Militärhubschrauber wurden über der Stadt gesehen. Homs, die zweitgrößte Stadt Syriens, ist ein Zentrum der seit März andauernden Proteste gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad.
Soldaten hingerichtet
Auch das Dorf Mohassan in Deir al-Sor im Nordosten Syriens sei von Panzerfahrzeugen eingekreist, berichteten Aktivisten. Zwölf Soldaten seien hingerichtet worden, weil sie sich geweigert hätten, auf Demonstranten zu schießen. Die Angaben ließen sich nicht überprüfen, weil Syrien eine unabhängige journalistische Arbeit nicht zulässt.
Am Tag zuvor waren landesweit nach Angaben von Aktivisten 40 Menschen von den Sicherheitskräften getötet worden. Mindestens 1.860 Zivilisten und 422 Sicherheitskräfte wurden seit dem Beginn der Proteste getötet. Das teilte die Menschenrechtsorganisation Syrian Observatory for Human Rights in London mit.