Tadschikistan verbietet Kindern Moscheezutritt
Aus Angst vor wachsendem Islamismus hat die Regierung im muslimisch geprägten Tadschikistan Jugendlichen unter 18 Jahren den Besuch von Moscheen verboten. Eltern drohen langjährige Haftstrafen, falls ihre Kinder an religiösen Zeremonien teilnehmen.
Ausgenommen sind nur Beerdigungen.
Das entsprechende Gesetz unterzeichnete der autoritäre Präsident Emomali Rachmon in der Hauptstadt Duschanbe, wie Medien gestern berichteten. Der Erlass verbietet zudem muslimische Namen für Neugeborene. Rachmon fordert eine weltliche Erziehung.
Religionsvertreter in der Ex-Sowjetrepublik protestierten heftig. Vor allem während des derzeitigen heiligen Fastenmonats Ramadan könnten Kinder nicht wie im Islam vorgeschrieben am Gebet teilnehmen, hieß es. Islamlehrern drohen künftig bis zu zwölf Jahre Haft, wenn sie Kinder illegal unterrichten.