Hauptverdächtiger von Massakern in Mexiko gefasst

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Die mexikanische Polizei hat im Zusammenhang mit der Ermordung von 72 Einwanderern im vergangenen August einen Hauptverdächtigen festgenommen. Wie die Anti-Drogen-Polizei gestern mitteilte, soll der Mann, ein früherer Soldat und mutmaßliches Mitglied der Drogenbande Los Zetas, seine führende Beteiligung an dem Massaker an den Einwanderern ohne gültige Papiere gestanden haben.

Die 72 Leichen waren im nordöstlichen Bundesstaat Tamaulipas gefunden worden. Nach Ansicht der Behörden waren die aus El Salvador, Honduras, Guatemala, Ecuador und Brasilien stammenden Menschen ermordet worden, weil sie sich geweigert hatten, als Drogenschmuggler zu arbeiten.

Auch an weiteren Massenmorden beteiligt

Der Hauptverdächtige wurde den Angaben zufolge am Vortag im nördlichen Bundesstaat Zacatecas gefasst. Er soll demnach auch in die Tötung von 183 Menschen verwickelt sein, deren Leichen im April in Massengräbern in San Fernando im Bundesstaat Tamaulipas gefunden worden waren.

Der Mann soll zugegeben haben, persönlich zehn Menschen getötet haben. Außerdem soll er Menschen aus mindestens sechs Bussen geholt haben, die später als mutmaßliche Mitglieder der rivalisierenden Drogenbande des Golf-Kartells gefoltert worden sein sollen.