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Möglicher Präsidentschaftskandidat

Seit 2007 steht Dominique Strauss-Kahn an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF). Seither hat der 62-jährige Franzose die Institution kräftig umgekrempelt und auf die Erfordernisse der internationalen Finanz-und Wirtschaftskrise ausgerichtet. Strauss-Kahn gilt als möglicher Herausforderer von Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr.

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Umfragen zufolge standen die Chancen für einen Sieg Strauss-Kahns bisher gut. „DSK“, wie er in Frankreich genannt wird, hat eine mögliche Kandidatur allerdings noch nicht angekündigt.

Jurist, Wirtschaftswissenschaftler, Finanzminister

Strauss-Kahn stammt aus einer jüdisch-marokkanischen Familie und wurde am 25. April 1949 im schicken Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine geboren. Er machte zunächst als Jurist und Wirtschaftswissenschaftler Karriere und unterrichtete unter anderem an der französischen Eliteverwaltungsschule ENA. 1986 wurde er zum ersten Mal ins Parlament gewählt. Elf Jahre später ernannte Präsident Jacques Chirac ihn zum Finanzminister.

1999 Rücktritt wegen Korruptionsvorwürfen

Strauss-Kahn verschaffte sich international Respekt, indem er Frankreich auf die Einführung des Euro vorbereitete. Er privatisierte Staatsunternehmen und brachte das Haushaltsdefizit unter den Schwellenwert von drei Prozent. Nach Korruptionsvorwürfen trat Strauss-Kahn 1999 zurück. Ein Gericht bescheinigte ihm seine Unschuld, einige Monate später wurde er wiedergewählt.

Vor drei Jahren war Strauss-Kahn als IWF-Chef wegen einer Affäre mit einer Mitarbeiterin ins Zwielicht geraten. Eine interne Untersuchung des IWF war allerdings zu dem Schluss gekommen, dass es weder eine sexuelle Belästigung noch eine Begünstigung gegeben habe. Der frühere französische Finanzminister habe einen „ernsthaften Fehler hinsichtlich seines Urteilsvermögens“ begangen, hieß es damals. Der Vorfall sei „bedauerlich“.

Wegen Porsches in der Kritik

In seiner Heimat Frankreich steht Strauss-Kahn, der mit der bekannten Journalistin Anne Sinclair verheiratet ist, derzeit wegen seines luxuriösen Lebensstils in der Kritik. Der Sozialist stieg bei einem Heimatbesuch im April in einen Porsche Panamera S - ein Auftritt, der auch innerhalb seiner Partei kritisiert wurde.

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