Budapest: Rechtsradikale verbrennen israelische Fahne
In Budapest haben rechtsextreme Aktivisten gestern während einer Protestkundgebung gegen die Regierung von Viktor Urban eine israelische Fahne verbrannt.
An der Demonstration vor dem Parlament gegen die Sparmaßnahmen der rechtskonservativen Regierung beteiligten sich bis zu 3.000 Staatsbedienstete - Polizisten, Feuerwehrleute, Soldaten, Zollbeamte und Justizwachebeamte.
Zu den Demonstranten gehörten auch mehrere hundert Mitglieder zweier rechtsextremer radikaler Milizen, die der ultrarechten Jobbik-Partei nahestehen. Sie hatten sich in den vergangenen Wochen durch rassistische Einschüchterungen von Roma hervorgetan. Die Jobbik-Partei hatte bei der Parlamentswahl im vergangenen Jahr einen Stimmenanteil von 17 Prozent errungen. Schwerpunkt ihres Wahlkampfs war die Hetze gegen „Zigeunerverbrechen“.