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USA und Westeuropa als Anschlagsziele

Das Terrornetz Al-Kaida („Die Basis“) kämpft für eine islamische Weltordnung. Seine „Glaubenskrieger“ agieren mittlerweile in rund 100 Ländern, die Angriffe richten sich vor allem gegen die USA und Westeuropa. So wurden nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA auch in Deutschland, Großbritannien, Spanien und anderen Staaten Terrorzellen entdeckt.

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Gegründet wurde Al-Kaida Ende der 1980er Jahre im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet. Die Mitglieder widmeten sich damals vor allem dem Kampf gegen die sowjetische Besatzung in Afghanistan. Osama bin Laden, der aus einer reichen saudi-arabischen Familie stammende Chef der Organisation, unterhielt schon damals Trainingslager für Mudschahedin.

Die Zahl der Al-Kaida-Kämpfer im Untergrund kann nur grob geschätzt werden. Die USA gehen von mehreren tausend aus. Allein in Afghanistan, wo sie jahrelang vom Taliban-Regime geschützt wurden, sollen mehr als 5.000 Terroristen in Lagern ausgebildet worden sein.

Viele regionale Ableger

Die unwegsame Bergregion im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet gilt als Rückzugsgebiet für zahlreiche hochrangige Al-Kaida-Führer. In den vergangenen Jahren setzte das Terrornetzwerk auf Regionalisierung. Die einstige Kommandozentrale blieb eine Art ideologischer Kopf, Anschläge werden zunehmend von regionalen Ablegern organisiert und ausgeführt. Eine dieser Sektionen ist „Al-Kaida im islamischen Maghreb“, der zahlreiche verheerende Terrorangriffe in Algerien und Marokko angelastet werden.

Eine organisatorische Schwächung durch militärische Schläge in Afghanistan und Pakistan versucht Al-Kaida zudem durch die neue „Strategie der 1.000 Schnitte“ auszugleichen. Dabei will die Organisation mit vielen kleinen Aktionen die Sicherheitskräfte des Westens binden. Dazu gehört die „Operation Blutsturz“, bei der im vergangenen Jahr Paketbomben in westliche Länder verschickt wurden.

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