Rom: Mugabe kommt zu Johannes-Paul-Feiern
Trotz eines EU-Einreiseverbots darf der simbabwische Präsident Robert Mugabe zur Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. am Wochenende in die EU einreisen. Ausnahmen in den EU-Regeln erlaubten dem wegen Menschenrechtsverletzungen kritisierten Staatschef, nach seiner Landung in Rom zur Seligsprechung in den Vatikan weiterzureisen, sagte ein Vertreter des italienischen Außenministeriums gestern.
Mugabe ist der umstrittenste Gast bei der Seligsprechung. Simbabwe sei ein Staat, mit dem der Heilige Stuhl diplomatische Beziehungen unterhalte, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi. Sein Kommen müsse deshalb nicht verheimlicht werden. Mugabes Sprecher George Charamba bestätigte in Harare die bevorstehende Reise des Staatschefs. Mugabe sei eingeladen worden und werde der Zeremonie auch beiwohnen.
Der Vatikan ist ein souveräner Staat und nicht Teil der EU. Allerdings landet Mugabe auf einem Flughafen in Rom und muss von dort aus in den Vatikan weiterfahren. Das sei trotz EU-Einreiseverbots aufgrund von Ausnahmeregelungen möglich, sagte ein italienischer Ministeriumsvertreter.