Immer weniger Börsengänge
Die US-Börsenaufsicht SEC hat die privaten Aktiendeals der vergangenen Monate genauer unter die Lupe genommen und will nun laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ („WSJ“) offenbar die Bestimmungen für nicht börsennotierte Unternehmen lockern. Das würde es für Start-ups wie Facebook, Twitter und Zynga leichter machen, an Geld zu kommen.
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Laut dem Bericht, der sich auf einen SEC-Review der bestehenden Regeln bezieht, würde es den Unternehmen erleichtert, Investitionen zu erhalten, ohne dass sie Geschäftszahlen veröffentlichen müssen. Derzeit müssen private Unternehmen ab einer Zahl von 500 Anteilseignern die strengen Berichtspflichten von börsennotierten Unternehmen einhalten. Die SEC erwägt nun offenbar, diese Obergrenze für Investoren anzuheben. Um wie viel, ist jedoch nicht klar.
Eine solche Regelung könnte die Börsengänge von derzeit populären Tech-Firmen, die zwar wachsen, aber nicht zu viele Informationen preisgeben wollen, hinauszögern. Das würde aber wiederum Kleininvestoren benachteiligen, weil für den Handel mit privaten Anteilen nicht börsennotierter Unternehmen relativ strenge Zugangsbedingungen herrschen.
Für die SEC herrscht auf jeden Fall Handlungsbedarf - zum einen, weil immer weniger Firmen an die Börse gehen, zum anderen, weil der Handel mit privaten Anteilen immer beliebter wird. 2010 betrug das Gesamtvolumen laut dem Broker-Dealer NYPPEX in den USA bereits 4,6 Milliarden Dollar. 2011 soll die Summe auf 6,9 Milliarden Dollar steigen.
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