Keine rechtliche Verpflichtung
Seit fast 40 Jahren macht der Tag der Roma am 8. April auf die anhaltende Diskriminierung und Ausgrenzung der größten Minderheit Europas aufmerksam. Trotz einer 2005 ausgerufenen Dekade der Integration hat sich bisher wenig geändert. Unter ungarischem Vorsitz will die EU nun mit einer neuen Initiative die Integration der Roma in Europa verbessern. Die EU-Mitglieder sollen dafür nationale Konzepte vorlegen. Roma-Experten kritisieren diese Politik als „heuchlerisch“ und zweifeln an der Umsetzung. Denn weder seien die Staaten rechtlich dazu verpflichtet, noch seien beim Entwurf der EU-Strategie ausreichend Experten eingebunden gewesen: „Die meisten haben noch nie eine Roma-Gemeinde gesehen.“
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