Fukushima: Leck im Boden von Reaktor 2
Aus einem Reaktor des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima fließt radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer. Grund sei ein Leck im Betonboden von Reaktor 2, teilte die Betreibergesellschaft TEPCO heute mit. Es sei eine Strahlung von 1.000 Millisievert pro Stunde gemessen worden. Die natürliche Strahlenbelastung liegt zwischen einem und zehn Millisievert pro Jahr.
Nach Angaben der japanischen Atomaufsicht will TEPCO nun Beton in das Reaktorinnere pumpen, um das Leck zu stopfen.
Premier erstmals im Bebengebiet
Drei Wochen nach dem Tsunami und dem Beginn der Atomkatastrophe besuchte Naoto Kan erstmals das Katastrophengebiet. Dabei traf er in der Sperrzone um Fukushima Arbeiter, die verzweifelt versuchen, das Unglück unter Kontrolle zu bekommen. In dem zerstörten Fischerdorf Rikuzentakata sprach Kan mit Flüchtlingen, die seit dem Tsunami in einer Notunterkunft leben.
Der in Umfragen unbeliebte Kan stand bereits vor dem Erdbeben politisch erheblich unter Druck, entweder zurückzutreten oder Neuwahlen anzusetzen. Auch für sein Krisenmanagement nach dem Beben steht er in der Kritik.