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Einige Werke mussten schließen

Nach dem schweren Erdbeben in Japan hat die japanische Notenbank begonnen, Geld in den Markt zu pumpen. Bis Sonntag versorgte sie 13 Finanzinstitute mit insgesamt rund 55 Milliarden Yen (486 Mio. Euro) Sonderhilfen, damit die Branche den Anforderungen nach dem Beben gewachsen ist.

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Für Montag will die Zentralbank einem Medienbericht zufolge den Markt mit zusätzlicher Liquidität versorgen. Die Bank of Japan (BoJ) erklärte, sie wolle „ihr Äußerstes tun, um die Stabilität der Finanzmärkte zu gewährleisten“. Die Zinsen liegen bereits de facto bei null. Die Möglichkeiten für einen Sonderhaushalt sind begrenzt.

Japan ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Die Regierung signalisierte trotz der hohen Verschuldung des Landes Handlungsbereitschaft: Die Staatsschulden dürften das Land nicht von notwendigen Maßnahmen gegen die Folgen der Naturkatastrophe abhalten. Japan hat mit etwa 225 Prozent des Bruttoinlandsprodukts einen der höchsten Schuldenstände der Welt. Experten schätzen den versicherten Schaden durch die Ereignisse vorerst auf mindestens 15 Milliarden Dollar.

Produktion lahmgelegt

Die Wirtschaft wurde schwer getroffen. In vielen Werken der großen japanischen Konzerne steht die Produktion still. Zahlreiche Fabriken wurden beschädigt. Auch durch die Evakuierungen rund um die beschädigten Atomkraftwerke sowie die Stromausfälle wurden Werke lahmgelegt, berichteten die japanische Agentur Kyodo und Reuters.

Beim Stahlkonzern Nippon Steel Corp. wurde der Betrieb im Stahlwerk in Kamaishi in der Präfektur Iwate eingestellt. Das Werk wurde durch den Tsunami beschädigt. Wenn beim Stahlwerk massive Schäden festgestellt werden, wird dadurch die Lieferung von Stahlprodukten für die Autokonzerne unterbrochen. Andere Konzerne wie Mitsubishi Electric Corp. und NEC Corp. wollten ihre Werke noch genauer auf Schäden untersuchen. Ein Sony-Werk wurde überflutet.

Wiederaufnahme der Fertigung bei Toyota offen

Beim weltgrößten Autoproduzenten Toyota Motor Co wurde die Produktion in zwei Werken eingestellt, die zusammen jährlich 420.000 Kleinwägen vorwiegend für den Export produzieren. Toyota teilte am Samstag mit, die Produktion aller zwölf in Japan produzierenden Werke werde am Montag ruhen. Damit werde auf die Sicherheit der Beschäftigten Rücksicht genommen. Über die Wiederaufnahme der Fertigung sei noch nicht entschieden worden.

Atomstromproduktion halbiert

Die Atomstromproduktion in Japan wurde etwa halbiert: Nach dem Beben schalteten sich sieben Siedewasserreaktoren in der Anlage Fukushima Daiichi sowie dem benachbarten Werk Fukushima Daini automatisch ab. Beide Anlagen werden von Tokyo Electric Power Co (TEPCO) betrieben. Insgesamt wurden infolge des Bebens automatisch elf Reaktoren in vier Atomkraftwerken abgeschaltet, betroffen sind drei Betreiberfirmen.

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